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Viersen: Glasfaser-Kunden warten auf Anschlüsse

Viersen : Glasfaser-Kunden warten auf Anschlüsse

Noch immer klagen Kunden über lange Wartezeiten. Das Unternehmen will den Service der Telefonzentrale verbessern

Seit Oktober wartet Dagmar Stecken auf ihren Glasfaser-Anschluss. Genauer gesagt - auf die Inbetriebnahme. "Die Kabel sind alle verlegt, der Rooter ist da, das Internet ist nur nicht freigeschaltet", sagt die Niederkrüchtenerin.

Nach einem Bericht unserer Redaktion über einer Kundenbeschwerde in Schwalmtal meldeten sich weitere Kunden, die auf ihre Anschlüsse warten. Alle berichteten vor allem davon, sich von der Hotline nicht gut beraten und informiert zu fühlen. "Wir wurden am Telefon immer nur vertröstet, es wird sich jemand kümmern, hieß es immer - es passierte aber nichts", sagt Stecken. Die Deutsche Glasfaser wolle die Mitarbeiter in den Telefonzentralen nun besser schulen und den Service verbessern, sagt Stephan Giese, Regionalmanager Niederrhein der Deutschen Glasfaser.

"In Summe werden wir Niederkrüchten, Schwalmtal und Brüggen bis Ende 2018 knapp 20.000 Glasfaseranschlüsse einrichten", sagt Giese. "Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass einige Kunden es nicht erwarten können, den neuen Anschluss zu erhalten." Durch den Umfang des Ausbaus, nachträgliche Vertragsabschlüsse und nicht zuletzt die individuellen Planungen für Objekte, die angeschlossen werden, sei das nicht immer ein schnelles und problemfreies Unterfangen. "Seit Baustart erreichen uns jeden Monat sehr viele neue Verträge, die wir ebenfalls versuchen, innerhalb des Regelausbaus zu berücksichtigen." Giese bittet "jeden einzelnen Kunden um Verständnis, dass nicht immer alles völlig reibungslos abläuft". In manchen Fällen sei es in der Tat nicht genau erklärbar, woran es gehakt hat, wie im Fall des Anschlusses von Stecken. "Ich werde mich darum kümmern, dass der Anschluss zeitnah aktiviert wird", sagt Giese.

Anders sei es hingegen bei einer weiteren Beschwerde: Anita und Georg Roosen aus Bracht haben bereits drei funktionierende Anschlüsse in einem Gebäude. Der vierte, der in einem anderen Haus auf dem Grundstück verlegt werden soll, sei hingegen bis heute nicht ausgebaut, berichtet Anita Roosen. Vertragsabschluss sei April 2016 gewesen, berichtet sie. "Die Adresse für den Anschluss war uns bei der Planung nicht bekannt", sagt Giese. "Hier muss mit viel Aufwand die Planung angepasst und die Adresse nachgepflegt werden - die Umsetzung benötigt leider noch etwas Zeit."

Auch Wolfgang Ihlo aus Born wartet seit Frühjahr 2016 auf einen Anschluss. "Wir haben in Born zunächst nicht die ganze Fläche ausgebaut", so Giese. In dem Gebiet war das Ziel, 40 Prozent der Haushalte für den Ausbau zu gewinnen, zunächst nicht erreicht worden. Ein weiterer Vertrag an der Straße, an der Ihlo wohnt, befindet sich in der letzten Ausbaustufe. "Der weitere Anschluss ist noch gar nicht terminiert oder geplant", sagt Giese. "Vermutlich hat der Generalunternehmer entschieden, den Anschluss von Familie Ihlo erst auszubauen, wenn der restliche Ausbau erfolgt."

Die drei Fälle will Giese jetzt an den Projektleiter weiterleiten.

(juz)