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Viersen: Gewerbegebiet Viersen-Gladbach geplant

Viersen : Gewerbegebiet Viersen-Gladbach geplant

Der Bereich zwischen Mackenstein und Hardt soll interkommunal erschlossen werden. Die Verwaltungschefs fahren gemeinsam zur Bezirksregierung nach Düsseldorf. Thönnessen: "Ein wichtiger Schritt für die Menschen in der Region."

Hinter verschlossenen Türen wird in den Rathäusern in Viersen und Mönchengladbach derzeit intensiv an einem gemeinsamen Projekt gearbeitet. Auch die SPD-Verwaltungschefs, Bürgermeister Günter Thönnessen und sein Gladbacher OB-Kollege Norbert Bude, sprechen in jüngster Zeit recht häufig miteinander. Das Ziel beider Seiten: Es soll ein gemeinsames Gewerbegebiet zwischen Viersen Mackenstein und dem Gladbacher Stadtteil Hardt erschlossen werden.

Das Projekt bietet Vorteile: Gladbach — wo die Gewerbegrundstücke knapp werden — kann mit der Kreisstadt umfangreiche Flächen für mögliche Neuansiedlungen anbieten, Viersen würde nicht nur mit Blick auf die Gewerbesteuer davon profitieren. "Schon die Lage am Autobahnkreuz der 61 und der 52 ist ideal", betont Viersens Bürgermeister Günter Thönnessen. "Es ist wichtig, für die Menschen in Viersen und in Mönchengladbach Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen."

Die Überlegungen, die die beiden SPD-Politiker in den vergangenen Wochen geschmiedet haben, beschäftigen in der Viersener Verwaltung inzwischen einen Arbeitskreis. Auch hier sind in den nächsten Tagen weitere Gespräche geplant. "Wir wollen zeitnah Impulse setzen", erklärt Thönnessen. "Ich möchte nicht, dass dieser Zug an uns vorbei geht. Ich will das Thema aktiv vorantreiben."

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Thönnessen und Bude sehen in der neuen Gewerbeflächen-Kooperation den weiteren Teil eines Prozesses, in der Region künftig noch enger zusammenzuarbeiten. "Viersen und Mönchengladbach sind in den vergangenen Jahren im Bereich der Energieversorgung Partner geworden, wir werden auch im Bereich des Gewerbes voneinander profitieren", ist Thönnessen sicher.

Das soll auch nach außen sichtbar werden. Thönnessen und Bude beabsichtigen, noch vor Weihnachten nach Düsseldorf zu fahren und mit der Bezirksregierung über das Gewerbegebiet zu sprechen.

Unterstützt wird das Viersener Bemühen durch den CDU-Ratsherrn Fritz Meies: "Ich begrüße diese Aktivitäten des Bürgermeisters vor allem mit Blick auf die Regionalplanung außerordentlich", betont der Politiker, der auch Mitglied der Landschaftsversammlung ist. Meies fordert Thönnessen auf, sich parallel in den bestehenden Gesprächskreis "In und um Düsseldorf" einzubringen, in dem bereits jetzt in der Landeshauptstadt über die Zukunft der Region gesprochen wird.

Übrigens: Ein weiteres Faustpfand für die Kreisstadt hat Thönnessen vom Viersener FDP-Ratsherrn und stellvertretenden Landrat Udo van Neer mit auf den Weg bekommen: "Düsseldorfs Oberbürgermeister Dirk Elbers ist Viersen ganz besonders gewogen und kennt die Stadt gut. Er hat in jungen Jahren hier mal eine Freundin gehabt."

(RP)