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Getöteter Luca - Bundesgerichtshof bestätigt lebenslange Haftstrafe für Stiefvater

Kindesmisshandlung in Viersen : BGH bestätigt lebenslange Haftstrafe für Lucas Stiefvater

Mehr als vier Jahre nach dem gewaltsamen Tod des fünfjährigen Luca aus Viersen ist die lebenslange Haftstrafe für den Stiefvater des Jungen rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof hat die eingelegte Revision verworfen.

Mehr als vier Jahre nach dem gewaltsamen Tod des fünfjährigen Luca aus Viersen ist die lebenslange Haftstrafe für den Stiefvater des Jungen rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof habe die dagegen eingelegte Revision verworfen, teilte ein Sprecher des Landgerichts Mönchengladbach am Donnerstag mit. Das Gericht hatte den 30-jährigen Mann aus Nettetal drei Mal wegen besonders schweren Totschlags zu lebenslanger Haft verurteilt, zuletzt am 17. Juli 2020. Die ersten beiden Urteile waren vom Bundesgerichtshof als fehlerhaft aufgehoben worden. An der Schuld des Stiefvaters hatten die obersten deutschen Strafrichter keine Zweifel, es ging um das Strafmaß.

Bei ihrem dritten Urteil bekamen die Richter in Mönchengladbach Recht. Sie hatten die Tat als besonders verwerflich gewertet und sie in die Nähe eines Mordes gerückt. Der 30-Jährige hatte die Tat erstmals im dritten Prozess im vergangenen Jahr gestanden. Er hatte das Kind über ein Jahr lang aus Eifersucht und trotz bestehenden Kontaktverbots wiederholt geschlagen. Im Oktober 2016 hatte er Luca dann nachts in seinem Kinderzimmer sehr schwer misshandelt und erwürgt.

Die Mutter des Fünfjährigen wurde 2017 wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen durch Unterlassen verurteilt. Die damals 25-Jährige musste für zwei Jahre und acht Monate ins Gefängnis.

(dpa)