Gemeinde St. Remigius lässt in Viersen ein Haus mit 14 seniorengerechten Wohnungen bauen

Wohnprojekt in Viersen : Pfarrgemeinde feiert Richtfest

An der Gladbacher Straße in Viersen lässt die katholische Gemeinde St. Remigius seit Juni ein Haus mit 14 seniorengerechten Wohnungen bauen. Zum Richtfest kamen jetzt auch zukünftige Mieter.

Bevor Zimmermann Robert Helten aufs Dach steigt, hält er noch kurz unten vor dem Hauseingang bei Architekt Markus Hamacher an. Er zeigt auf den eingerüsteten Rohbau an der Gladbacher Straße 230a, in dem er schon einige Arbeitsstunden verbracht hat. „Und, sieht gut aus?“, fragt der Handwerker leise. „Sieht sehr gut aus, haben Sie sehr gut gemacht“, murmelt Hamacher zurück. Zufrieden lächelnd macht sich Helten dann auf den Weg nach oben, um ein paar Minuten später den Richtspruch aufzusagen. Bauherren, Bauunternehmer, Gäste aus der Stadtverwaltung und zukünftige Mieter – sie alle erheben beim Richtfest am Freitagvormittag gemeinsam mit Helten ihre Schnapsgläschen und stoßen auf das Wohnprojekt der katholischen Gemeinde St. Remigius an.

Erst Anfang Juni hatte die Gemeinde zur Grundsteinlegung an die Gladbacher Straße eingeladen, der Neubau entsteht gleich neben dem Papst-Johannes-Zentrum. Jede der 14 geplanten Mietwohnungen in dem dreigeschossigen Mehrfamilienhaus mit Staffelgeschoss und Aufzug hat einen Balkon oder eine Terrasse, wird barrierefrei und seniorengerecht.

Feierten mit (v.l.): Robert Helten, Peter Zaum, Dezernentin Susanne Fritzsche, Roland Klugmann, Hans-Wilhelm und Jens Janissen, Pfarrer Helmut Finzel. Foto: Nadine Fischer

Die Wohnungen sind je knapp 80 Quadratmeter groß. Kaltmiete pro Quadratmeter: 8,50 Euro. „Zwei der Wohnungen vermieten wir an Menschen mit Wohnberechtigungsschein“, sagt Pfarrer Roland Klugmann. Er habe gehört, dass sich bei der Stadtverwaltung auch schon Interessenten gemeldet haben, „aber noch sind die Wohnungen frei.“ Fünf der anderen Wohnungen seien bereits fest vermietet, „darüber hinaus gibt es auch noch einige Interessenten“, sagt Klugmann. Bisher laufe alles vor allem über Mund-zu-Mund-Propaganda, „Anfang des kommenden Jahres inserieren wir“, kündigt der Pfarrer an.

So soll das dreigeschossige Mehrfamilienhaus mit Staffelgeschoss an der Gladbacher Straße 230a aussehen. Foto: Studio 173

In eine der Wohnungen möchten Paul Neikes und seine Frau Helga einziehen. Die beiden sind an diesem Vormittag auch zum Richtfest gekommen, „die Gemeinde hat uns eingeladen“, erzählt der 77-Jährige. Das Paar hat derzeit ein Haus im Ummer gemietet, „das wird uns einfach zu viel“, sagt er. Drei Frauen stehen neben den beiden, wie die Neikes’ wohnen sie derzeit im Ummer – und ziehen im kommenden Jahr in den Neubau an der Gladbacher Straße. „Wir kennen uns aus der Nachbarschaft“, sagt Paul Neikes. Die Gruppe freut sich schon sehr auf die neue Wohngemeinschaft, sie weiß allerdings noch nicht genau, wann die Wohnungen bezugsfertig sind. Immer, wenn die zukünftigen Mieter in der Nähe etwas zu erledigen haben, schauen sie neugierig auf der Baustelle vorbei. Paul Neikes kann die Arbeiten besonders aufmerksam verfolgen, denn: „Unsere Tochter wohnt direkt gegenüber“, und die besuche er oft, erläutert er.

Die Gemeinde St. Remigius hat die Viersener Hans-Wilhelm Janissen und Peter Zaum mit ihrer Firma Projekt 230a als Generalunternehmer mit dem Bau betraut. „Dreienhalb Monate Bauzeit für den Rohbau, das ist schon eine relativ kurze Zeit“, lobt Pfarrer Klugmann. „Es wird, denke ich, auch schnell weitergehen.“ Der Mönchengladbacher Architekt Hamacher vom Studio 173 bekräftigt: „Wir sind unserem Zeitplan sogar voraus.“ Nicht zuletzt deshalb ist Unternehmer Janissen zuversichtlich: „Ende Mai sind wir fertig.“

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