Schwalmtal: Gemeinde plant neue Wohnungen in Amern

Schwalmtal: Gemeinde plant neue Wohnungen in Amern

An der Waldnieler Straße sollen zwei baufällige Häuser abgerissen werden. Dort sollen Mehrfamilienhäuser entstehen

Im Amerner Ortskern sollen zwei alte Häuser, die vor dem Krieg errichtet wurden und inzwischen baufällig sind, abgerissen werden. Dort sollen Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Um das möglich zu machen, muss der bestehende Bebauungsplan geändert werden. Die Änderung umfasst eine Fläche von 2300 Quadratmetern an der Ecke Waldnieler Straße und Hermann-Löns-Straße. Die Häuser liegen vorn an der Waldnieler Straße 18 bis 24, dort hat die Schwalmtaler Tafel Räume für ihre Ausgabestelle. Für den Verein sollen neue Räume gefunden werden, wenn die Häuser abgerissen werden müssen.

Einbezogen in das Plangebiet ist ein eingeschossiges Gebäude an der Hermann-Löns-Straße 1, in dem sich eine frühere Hausmeisterwohnung befindet. Dieses Gebäude ist zwar nicht baufällig, doch um auch auf dieser Fläche eine spätere Bebauung möglich zu machen, soll für diesen Bereich ebenfalls der Bebauungsplan geändert werden. Nach geltendem Recht kann dort kein Wohnhaus errichtet werden, weil der alte Bebauungsplan dort eine Gemeinfläche mit der Zweckbestimmung "Schule" vorsieht.

Das Planungsbüro Rheinruhr-Stadtplaner hatte Vorschläge erarbeitet, wie die Fläche bebaut werden könnte. Die erste Variante sieht statt der beiden baufälligen Häuser ein großes dreigeschossiges Mehrfamilienhaus mit zehn Wohneinheiten vor. Die zweite Variante sieht zwei kleinere Mehrfamilienhäuser mit je fünf Wohnungen vor. An der Ecke sind Stellplätze geplant.

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Im Unterschied zur heutigen Bebauung sollen die neuen Häuser nicht mehr direkt an der Straße gebaut werden, sondern um zwei Meter von der Straße abgerückt werden, so dass ein Vorgarten entsteht. Im Plan soll festgesetzt werden, dass dort nicht geparkt werden darf.

Der Planungsausschuss stimmte dem Entwurf mehrheitlich bei fünf Gegenstimmen zu. Er sprach sich für die kleinteiligere Bebauung, also für zwei Häuser statt eines großen Gebäudes, aus. Ebenfalls mehrheitlich stimmte der Rat dem Entwurf zu, es gab neun Gegenstimmen, größtenteils von der SPD. Die SPD sei nicht grundsätzlich gegen das Vorhaben, erklärte der Vorsitzende Marco Kuhn. Doch die Grundstücke, um die es geht, gehören der Gemeinde. Um der Verwaltung die Suche nach einem Investor zu erleichtern, hätte sich die SPD gewünscht, nicht vorzugeben, ob dort nun ein großes oder zwei kleinere Gebäude errichtet werden sollen.

Einstimmig beschloss der Rat, die Öffentlichkeit an der Planaufstellung zu beteiligen. Der Entwurf ist vom 2. Januar bis 2. Februar im Rathaus, Markt 20 in Waldniel, einzusehen. Innerhalb der Frist können Bürger Anregungen dazu geben.

(RP)