Gemeinde Niederkrüchten rüstet Gebäude auf LED-Technik um

Niederkrüchten spart Energie : Niederkrüchten spart mit LED-Leuchten

In zwei Jahren sollen alle kommunalen Gebäude weitgehend auf LED-Beleuchtung umgestellt sein.

Die alten Neonröhren haben ausgedient. Die Techniker des Grefrather Unternehmens Göbel Elektrotechnik montieren die alten Leuchtmittel in der Niederkrüchtener Begegnungsstätte Stück für Stück ab. Stattdessen werden im Laufe der Woche neue LED-Leuchten installiert. Sie bringen mehr Leistung, verbrauchen dafür aber deutlich weniger Energie. Auf 80 Prozent beziffert Björn Cüsters, Gebäude- und Energiemanager bei der Gemeindeverwaltung, die Stromersparnis durch den Wechsel der Lichtanlage.

In Zahlen: Die 72 alten Neonröhren (im Fachjargon: Kompaktleuchtstofflampen) in der Begegnungsstätte hatten eine Anschlussleistung von 14,76 Kilowatt. Die 72 neuen LED-Leuchten begnügen sich mit 2,59 Kilowatt. Aufs Jahr gerechnet spart die Gemeinde damit nicht nur erheblich Energiekosten ein, sondern auch noch 18 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid.

Die Kosten für die Umrüstung in der Begegnungsstätte sind freilich nicht von Pappe: 22.500 Euro muss die Gemeinde in die Hand nehmen. Aber: „Durch die enorme Energieersparnis amortisiert sich die Investition in etwa drei Jahren“, erklärt Cüsters. Noch erfreulicher wird die Rechnung für die Gemeinde durch die Tatsache, dass das Bundesumweltministerium Klimaschutzmaßnahmen im Bereich der LED-Innen- und Hallenbeleuchtung mit bis zu 30 Prozent fördert.

Daher macht Cüsters gleich Nägel mit Köpfen. „Wir werden sukzessive alle gemeindlichen Gebäude auf LED-Technik umstellen. Ende 2020 wollen wir weitgehend fertig sein“, kündigt er an. Der Anfang ist gemacht: Die kleine Sporthalle in Niederkrüchten und die Turnhalle an der Lehmkul in Elmpt sind bereits umgerüstet, ebenso die Elmpter Grundschule und größtenteils der Kindergarten in Overhetfeld. Erst kürzlich wurden die Arbeiten im Elmpter Bürgerhaus abgeschlossen. Auch dort wurden die wuchtigen Neon-Leuchteinheiten durch LED ersetzt. Die wirken im Vergleich fast zierlich. Doch der Effekt ist erstaunlich: Für die gleiche Lichtleistung, für die bisher 216 Neonröhren nötig waren, reichen nun schlanke 30 LED-Leuchten, erklärt Cüsters. 32.800 Euro wurden im Bürgerhaus fällig – doch das Geld ist in drei Jahren dank des extrem niedrigen Stromverbrauchs wieder eingespielt. Hinzu kommen 27 Tonnen CO2-Einsparung pro Jahr.

Noch in diesem Jahr, voraussichtlich in den Weihnachtsferien, soll die LED-Umrüstung in der Niederkrüchtener Doppelturnhalle über die Bühne gehen. Kostenpunkt: knapp 28.000 Euro. Die Amortisationszeit liegt bei zwei Jahre, die jährliche CO2-Ersparnis bei 43 Tonnen.

Auch im Elmpter Rathaus bricht in den Amtsräumen, Besprechungszimmern und Sitzungssälen nach und nach das LED-Zeitalter an. Für 2019 ist die Umrüstung vorgesehen für die drei Feuerwehrgerätehäuser in Niederkrüchten, Oberkrüchten und Elmpt, für den Bauhof im Gewerbegebiet Dam, für das Hauptschulgebäude, das bald die Niederkrüchtener Grundschule beherbergen soll, für das Sportplatzgebäude in Niederkrüchten sowie für die gemeindlichen Kindertagesstätten in Oberkrüchten und Brempt. Die Realschule Niederkrüchten kommt voraussichtlich 2020 an die Reihe.

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