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Gemeinde Niederkrüchten bittet Bürger um Wasser für Bäume

Klimaschutz in Niederkrüchten : Niederkrüchtener sollen Bäume wässern

Die Gemeinde Niederkrüchten sucht Menschen, die Bäume regelmäßig mit Wasser versorgen. Denn die anhaltende Trockenheit macht den Pflanzen schwer zu schaffen. Rund 100 junge Bäume haben schon Pflanzsäcke.

Niederkrüchtens Bäume und Sträucher haben Durst. Anhaltende Trockenheit, zu wenig Regen und die Aussicht auf weitere warme Tagen bringen für die  rund 8000 Bäumen, die an Straßen und im Waldbereichen stehen, Probleme. Deshalb will die Gemeinde jetzt handeln: Sie sucht Menschen, die die Bäume regelmäßig mit Wasser versorgen.

„Die Gemeinde hat bereits an rund 100 Bäumen Bewässerungssäcke angebracht, die ihr Wasser nach und nach abgeben“, erläutert Frank Grusen, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde. Auf diese Weise soll eine langfristige Versorgung der Pflanzen sichergestellt werden; die meisten wachsen gerade erst an. „Bis zu sechs Mitarbeiter des Baubetriebshofs sind gleichzeitig während der hohen Temperaturen im Einsatz und wässern Pflanzen im Gemeindegebiet“, sagt Grusen.

Doch das reicht nicht: „Wir rufen Anwohner auf, neben den eigenen Pflanzen auch die auf öffentlichen Flächen im direkten Umfeld mit ihrem Wasser zu versorgen.“ Ein Dankeschön: Wer keinen Brunnen hat, kann über den Zwischenzählerstand die Wassermenge belegen und muss dafür keine Abwassergebühr zahlen. „Baumpaten im offiziellen Sinn haben wir noch nicht“, sagt Frank Grusen. „Allerdings kümmern sich einige Familien um Beete in ihrer Straße. Wenn diese uns informieren, dass sie dies nicht mehr wollen, übernimmt wieder der Bauhof.“