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Kreis Viersen: Gelegenheit macht Diebe

Kreis Viersen : Gelegenheit macht Diebe

Im Jahr 2011 gab es im Kreis Viersen insgesamt 20 595 Straftaten – aufgeklärt wurden davon 55 Prozent. Gestiegen sind insbesondere die Diebstahlsdelikte. So gab es mehr Diebstähle aus Autos und Wohnungseinbrüche.

Im Jahr 2011 gab es im Kreis Viersen insgesamt 20 595 Straftaten — aufgeklärt wurden davon 55 Prozent. Gestiegen sind insbesondere die Diebstahlsdelikte. So gab es mehr Diebstähle aus Autos und Wohnungseinbrüche.

Handys, Handtaschen, Geldbörsen, Navigationsgeräte oder Laptops — mit einem Kopfschütteln quittiert Wilhelm Schwerdtfeger, Leiter der Direktion Kriminalität immer wieder die Leichtsinnigkeit, mit der Bürger Wertgegenstände in ihren Fahrzeugen zurücklassen. Denn Schwerdtfeger weiß: "Ein Fahrzeug ist kein Tresor". Und der Polizist ist nicht der einzige, der das weiß, sondern auch viele Diebe ziehen daraus ihren Profit. Das geht aus der aktuellen Kriminalitätsstatistik hervor, die die Kreispolizei gestern veröffentlichte.

Die zeigt, dass im Jahr 2011 im Kreis insgesamt 20 595 Straftaten (Aufklärungsquote von 55 Prozent) verübt wurden — also 836 weniger als noch 2010. Sie zeigt allerdings auch, dass insbesondere die Diebstahlsdelikte von 37,0 Prozent auf 40,7 Prozent zugenommen haben. "Dieser Anstieg innerhalb des Kreises ist insbesondere dem Diebstahl an und aus Fahrzeugen und dem Fahrraddiebstahl geschuldet", sagt Wilhelm Schwerdtfeger, "deshalb bitten wir die Bürger noch mal eindringlich, aufmerksam zu sein und keine Wertgegenstände im Pkw zurückzulassen."

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Sinkende Aufklärungsquote

Mehr Aufmerksamkeit erhofft sich die Polizei auch von Wohn- und Hauseigentümern. Denn auch in 2011 musste weiterhin eine hohe Zahl von Wohnungseinbrüchen registriert werden. 781 Mal stiegen Einbrecher in Wohnungen und Häuser im Kreis ein — im Jahr 2010 waren es noch einmal elf Taten mehr. "Trotz größter Bemühungen ist eine sinkende Aufklärungsquote zu verzeichnen", sagt der Leiter der Direktion Kriminalität — sie liegt bei 14, 1 Prozent. "Die steigenden Fallzahlen sowie das Absinken der Aufklärungsquote sind international tätigen Banden geschuldet, deren Überführung und Ergreifung langwierig ist", erklärt Schwerdtfeger.

Erfreulich ist hingegen die Entwicklung bei den jungen Tatverdächtigen unter 21 Jahren. Lange Zeit lag der Anteil der jugendlichen Tatverdächtigen an der Zahl aller Tatverdächtigen im Kreis Viersen deutlich höher als im Landesschnitt. "Der Grund hierfür lag im Betäubungsmittel-Einfuhrschmuggel entlang der Grenze, insbesondere in Kaldenkirchen", sagt Schwerdtfeger. Die polizeilichen Aktivitäten rund um den dortigen Drogenpfad und die intensiven Tätigkeiten der Bundespolizei hätten einen positiven Effekt erzielen können. "Die Zahl der ermittelten jungen Tatverdächtigen ging zurück und damit der Anteil der unter 21-Jährigen an allen ermittelten Tatverdächtigen", so der Leiter der Direktion Kriminalität. So sind im Kreis Viersen nur noch 25,1 Prozent der Tatverdächtigen unter 21 Jahren — der Landesschnitt liegt für das Jahr 2011 bei 25,5 Prozent.

Hier geht es zur Infostrecke: Kriminalität in NRW: Die Fakten 2011

(RP/rl)