Geldautomat in Brüggen bereits zum dritten Mal geknackt

Kriminalität : Geldautomat bereits zum dritten Mal geknackt

Der Geldautomat neben dem Rewe-Markt in Brüggen war bereits mehrfach Ziel von Kriminellen. Die Ermittler hatten Pech bei der Fahndung: Ein Polizei-Hubschrauber war nicht in der Nähe stationiert.

Es waren Bilder wie nach einem Terroranschlag: In der Nacht zu Mittwoch haben unbekannte Täter einen Geldautomaten am Rewe-Markt an der Borner Straße in Brüggen gesprengt. Durch die massive Detonation wurden Gebäudeteile des Marktes teilweise zerstört. Sogar eine Fensterscheibe eines gegenüberliegenden Hauses wurde durch die Wucht der Explosion beschädigt. Der Sachschaden ist immens.

Ein Mitarbeiter der Spurensicherung im Einsatz. Foto: GünterJungmann/Günter Jungmann

„Das ist bereits das dritte Mal, dass dieser Geldautomat das Ziel von Kriminellen ist“, berichtete Christian Davids von der Volksbank Krefeld. „Selbst wenn die Täter die Geldkassette aufbekommen sollten, können sie davon keinen Schein ausgeben.“ Das Bargeld sei entsprechend präpariert. „Es ist bedauerlich, dass sich das bis zu den Tätern noch nicht herumgesprochen hat.“

Die Detonation richtete gegen 3.15 Uhr massive Schäden in dem Anbau des Supermarktes an. Foto: Günter Jungmann

Nach ersten Ermittlungen der Polizei machten sich zwei dunkel gekleidete Personen im Bereich des Anbaus zu schaffen, in dem der Geldautomat installiert war. Das hatten Anwohner beobachtet, die durch den Knall geweckt wurden und die Polizei riefen. Nach der Explosion stiegen die Täter in ein dunkles Auto, das vermutlich von einem dritten Tatbeteiligten gefahren wurde. Der Wagen flüchtete über die Borner Straße in Richtung B 221 und von dort in Richtung Niederkrüchten. „An dem Fluchtwagen war vermutlich ein deutsches Kennzeichen, Münchner Zulassung, angebracht“, berichtete Polizeisprecher Wolfgang Goertz. Pech für die Polizei: Der nächste Helikopter war zum Tatzeitpunkt in Dortmund stationiert. „Bis der hier gewesen wäre, wären die Täter bereits über alle Berge gewesen.“ Die Polizei besetzte jedoch den Grenzübergang, kontrollierte, ob dort der Fluchtwagen vorbeifuhr – ohne Erfolg.

 Ob und wie viel Geld die Täter erbeuteten, steht derzeit noch nicht fest. „Bisher ungeklärt ist auch, auf welche Weise die Täter die Explosion herbeiführten“, sagte der Polizeisprecher.

Im Juli 2016 hatten vier Unbekannte den Geldautomaten neben dem Rewe-Markt zuletzt gesprengt; ans Geld gelangten sie nicht. Im April 2011 hatten Unbekannte den Geldautomaten aufgetrennt und entkamen mit mehreren tausend Euro Bargeld.

Mehr von RP ONLINE