Fußgängerzone Viersen Kinderinseln bleiben noch eingezäunt

Viersen · Die Löhstraße soll zur „Spielstraße“ werden. In der Viersener Fußgängerzone wurden Spielstationen aufgebaut. Warum Kinder sie noch nicht nutzen können.

 Noch können Kinder die neuen Spielgeräte auf der Löhstraße nur ansehen. Bauzäune schirmen die Bewegungsinseln ab.

Noch können Kinder die neuen Spielgeräte auf der Löhstraße nur ansehen. Bauzäune schirmen die Bewegungsinseln ab.

Foto: Martin Röse

Eigentlich sollten die neuen Kinderinseln in der Viersener Fußgängerzone noch vor Weihnachten fertig aufgebaut sein – doch bisher sind die Spielstationen auf der Löhstraße noch von Bauzäunen umgeben. „Der Stromanschluss für das interaktive Spielangebot ,Sonarbogen‘ ist noch nicht verlegt“, erläutert ein Stadtsprecher auf Anfrage. „Witterungsbedingt konnten auch die Bodenmarkierungen für die Hüpfspiele bislang noch nicht aufgebracht werden“, ergänzt er.

Ende November hatte die Stadt den Baustart des Projekts angekündigt. Von Mitte Dezember bis kurz vor Weihnachten sollte auf dem Teilstück der Löhstraße zwischen Remigiusbrunnen und Löhcenter gearbeitet werden. Die Stadt hatte den Spielgerätehersteller Lappset beauftragt, Spielobjekte und „Möblierungselemente“ für die Spielbereiche zu erstellen. Dazu gehört der Sonarbogen, der mit akustischen Reizen, also Kommandos, zum Bewegungsspiel animieren soll. Die Stadt bezifferte die Baukosten auf rund 110.000 Euro, die Sparkassenstiftung übernimmt davon 90.000 Euro.

„Die Strom-Anschlussarbeiten für den Sonarbogen sollen bis 8. Februar erfolgen“, teilt nun der Stadtsprecher mit. „Die Abnahme der Bauleistung soll vor Karneval erfolgen. Mit der Abnahme werden dann auch die Bauzäune entfernt und die Kinderinseln für die Öffentlichkeit nutzbar sein.“

Auch, wenn die Kinderinseln noch umzäunt sind: Ersten Passanten fiel bereits auf, dass eine der neuen Sitzgelegenheiten stark mit Taubenkot bedeckt ist. „Die betreffende Bank unterhalb der Eiche lässt sich aufgrund von Leitungszonen und Wurzelbereichen des Baumes leider nicht versetzen“, sagt dazu der Stadtsprecher. „Zur Problematik der Taubenvergrämung im Stadtgebiet  konnte bisher noch keine nachhaltige und ökologisch verträgliche Lösung gefunden werden. Die Situation wird weiter beobachtet, wenn die Kinderinseln in Nutzung gehen und regelmäßig Kinder am benachbarten Spielgerät spielen.“

Neben dem interaktiven Spielbogen gehören die Bereiche „Chill-out-Area“, „Kleinkinder-Spiel“, „klassisches Hüpfspiel“, „Generationenspiel“ und „Balance“ zu den neuen Kinderinseln. Ziel ist, die Fußgängerzone neu zu beleben. Die Spielelemente sind so gestaltet, dass  Einzel- und Gruppenspiel möglich sind. Kreativität, Geschicklichkeit und Spiellust sollen gefördert werden. Die Idee zu den Kinderinseln stammt aus dem 2018 vorgelegten Rahmenplan „Bewegtes Viersen“, ist eine der damals 63 erarbeiteten Handlungsempfehlungen, wie in Stadträumen verstärkt Bewegungsmöglichkeiten geschaffen werden können.

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