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Frischzellenkur für Spielplatz in Brüggen

Bürgertreffen : Frischzellenkur für Spielplatz

Für viel Geld soll der Spielplatz an der Brunnenstraße aufgewertet werden. Die Verwaltung hatte zu einem Bürgertreffen eingeladen, um Wünsche zu erfragen – doch gerade einmal fünf Eltern kamen.

Ein Bürgertreffen zur Neugestaltung des Spielplatzes an der Brunnenstraße ist auf wenig Interesse bei Anwohnern und Eltern gestoßen. Neben sechs Mitgliedern des Spielplatz-Arbeitskreises kamen lediglich fünf Eltern zu dem Treffen, zu dem die Stadtverwaltung eingeladen hatte.

Der Spielplatz an der Brunnenstraße sieht momentan noch trostlos aus. Eine Wippe, zwei gealterte Bänke, zwei recht farblose Wipptiere für jüngere Kinder, ein gemauerter Sandkasten, eine Tischtennisplatte, eine einfache Rutsche, eine Schaukel, einige Papierkörbe. Eine Mauer grenzt die Fläche zu einem Grundstück ab, alter Baumbestand säumt den Spielplatz ein. Laut den anwesenden Bürgern gäbe es in dem Viertel viele junge Eltern oder werdende Eltern, die sich auch über einen neu gestalteten Spielplatz freuen würden.

Auf Basis der Befragung von 200 Kindern unterschiedlicher Altesrgruppen durch den Streetworker Joachim Hambücher und den Gesprächen im Arbeitskreis, erarbeitete die Schwalmtaler Verwaltung Vorschläge für die Gestaltung des Platzes.

Die Pläne der Verwaltung sehen vor, eine moderne Sandbaustelle für die Kleinsten zu schaffen, eine Hochwippe mit Tellern könnte größere Kinder beschäftigen, eine spannende Freifallrutsche wäre günstiger als eine Röhrenrutsche. Das Hauptgerät soll Kletterspaß bieten. Eine Kombination mit an Seilen befestigten Schwungtellern zwischen Holzbalken, Netzen und Podesten inklusive einer Liegematte für kleinere Kinder könnte auf dem Platz an der Brunnenstraße aufgestellt werden.

Auch an die Jugendlichen wird gedacht. Sie sollen einen sogenannten Sitzzaun aus Holzbalken erhalten, eventuell wird noch ein Dach als Regenschutz darüber geplant. Offen ist, ob der alte Sandkasten bleibt und umgestaltet wird und ob der Baumbestand als Schattenspender bleiben wird.

Insgesamt 40.000 Euro will die Gemeinde in neue Spielgeräte investieren. Für Sitzmöglichkeiten mit einem Tisch will das Schwalmtaler Bündnis für Familie auch für den Platz an der Brunnenstraße sorgen. Für den neuen Spielplatz am Lunapark hatte das Bündnis bereits eine Sitzgruppe für 3500 Euro spendiert.

Die beteiligten Bürger äußerten Wünsche: Eine Schaukel mit Kleinkindersitz, ein Bodentrampolin, Wasser an der Sandbaustelle wäre schön, eine Hecke zur Abgrenzung zum Treffpunkt der Jugendlichen oder auch ein Hügel oder dicke Baumstämme, auf die man sich setzen könne. Wasser für die Sandbaustelle sei schwierig umzusetzen, erklärte Petra Götz vom Produktbereich Senioren-, Kinder-, Jugend und Familienhilfe. Man wolle den Wunsch aber im Hinterkopf behalten. Auch die Integration von Baumstämmen oder -scheiben, einem Hügel, Findlingen oder ähnliches würde die Verwaltung vor große Herausforderungen stellen, da haftungsrechtliche Fragen abzuklären seien.

Werner Bongartz vom Fachbereich Schule, Ordnung und Soziales, erklärte den anwesenden Bürgern, dass man nicht einfach in einem Katalog aussuchen und etwas bestellen könne. Die Gemeinde müsse eine Leistungsbeschreibung erstellen und dann eine Ausschreibung starten. Nach einer vorab festgelegten Bewertungsmatrix wählt die Verwaltung anschließend gemeinsam mit dem Arbeitskreis Spielplätze aus den eingegangenen Angeboten aus, wer den Zuschlag für die Gestaltung erhält.

Hermann-Josef Güldenberg (CDU) und Thomas Nieberding (Grüne) drängten darauf, dass das Ergebnis der Bürgerversammlung dem Ausschuss im November mitgeteilt wird und mit in die Ausschreibung einfließen soll.