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Freunde von Kanew - Stadt Viersen trägt Mietkosten für neue Halle

Hilfsverein in Viersen : Freunde von Kanew — Stadt trägt Mietkosten

Nach der nächsten Hilfslieferung im Sommer zieht der Verein um. Die Hilfe der Stadt wird befristet.

Die Stadt Viersen wird – zunächst für einen Zeitraum von zwei Jahren – die Mietkosten des 160 Mitglieder starken Vereins Freunde von Kanew tragen. Darauf verständigte sich die Mehrheit im Stadtrat nach längerer Debatte. Gegen die entsprechende finanzielle Unterstützung – pro Jahr könnte das Engagement den städtischen Haushalt mit maximal 22.000 Euro belasten – stimmten die Grünen und FürVie.

Hintergrund: Bislang nutzte der Verein für Hilfslieferungen in die Viersener Partnerstadt eine städtische Halle an der Wasserstraße in Dülken. Weil dort Wohnungen entstehen sollen, hatte die Stadtverwaltung dem Verein den Mietvertrag gekündigt und versprochen, bei der Suche nach einer alternativen Halle mitzuhelfen.

Die Alternativ-Halle ist mit mehr als 600 Quadratmetern deutlich größer als der Bedarf des Vereins. „Der Verein ist in Gesprächen mit einem möglichen Untermieter“, erklärte die Beigeordnete Çigdem Bern. So könnten die Kosten für die Stadt verringert werden. Die Stadt befristet die Kostenübernahme auf zwei Jahre. Im Jahr 2022 soll überprüft werden, ob das Lager für Hilfstransporte weiter benötigt wird.

Grünen-Chefin Martina Maaßen hatte zuvor die Prüfung einer Containerlösung angeregt; für eine Vertagung des Beschlusses gab es allerdings keine Mehrheit.