Freigabe der Fußgängerzone in Viersen für Fahrradverkehr bleibt Thema

Idee für Viersen : Radeln in Fußgängerzone: Stadt bleibt am Thema dran

Die Stadtverwaltung soll sich mit einem Antrag der SPD zur Freigabe der Fußgängerzone für den Fahrradverkehr befassen. Damit haben sie die Mitglieder des Ausschusses für Ordnung und Straßenverkehr in der jüngsten Sitzung beauftragt.

„Uns geht es nicht darum, die Fußgängerzone komplett freizugeben“, betonte Jörg Dickmanns (SPD) in der Sitzung. „Uns geht es um die Zeit außerhalb der Geschäftsöffnungszeiten.“

Laut Straßenverkehrsordnung ist Radfahren in Fußgängerzonen grundsätzlich verboten. Eine Kommune kann jedoch zum Beispiel ein Zusatzschild „Radverkehr frei“ anbringen lassen und das Radfahren erlauben. Zusatzschilder mit Angaben zu zeitlichen Beschränkungen sind ebenfalls möglich. Die SPD-Fraktion hatte Anfang September der Stadtverwaltung ihren Antrag zur Prüfung der temporären Freigabe des Fahrradverkehrs in der Fußgängerzone der Viersener Innenstadt übermittelt. So könnten etwa morgens vor Ladenöffnung Schüler und Berufstätige auf dem Weg zu Schule oder Büro zügiger die Fußgängerzone durchqueren.

In einem ersten Schritt musste der Ausschuss für Ordnung und Straßenverkehr jetzt darüber entscheiden, ob sich die Verwaltung überhaupt weiter mit diesem Antrag befassen und eine Sitzungsvorlage dazu erstellen soll. Die Mitglieder stimmten mehrheitlich dafür – Karl-Anton Peters, als sachkundiger Bürger für die FDP im Ausschuss, war dagegen. „Heute findet der Radverkehr nachts in der Fußgängerzone  sowieso schon statt“, sagte er. Werde das legalisiert, bestehe die Gefahr, dass demnächst auch schon früher am Tag mehr Radler dort führen.

Olaf Fander von FürVie sagte, der Antrag sei „sehr positiv“. Was ihm jedoch „ein bisschen Bauchschmerzen“ bereite: Morgens, bevor die Geschäfte öffnen, gebe es Lieferverkehr in der Fußgängerzone – rangierende Lkw könnten die Radler gefährden. Wie er bat auch Anne Kolanus (CDU), die Stadtverwaltung solle die Möglichkeit der Freigabe „gründlich prüfen“.

(naf)
Mehr von RP ONLINE