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Förderung für Umbau der Gesamtschule Brüggen in Bracht bewilligt

Bauvorhaben in Brüggen : Förderung für Gesamtschule bewilligt

Die Gesamtschule Brüggen wird am Standort Bracht zur Baustelle. Erneuert werden Dächer, Fassaden, Leitungen und Heiztechnik. Warum es für die Gemeinde teurer wird, wenn der Zeitplan nicht eingehalten wird.

Brüggen Für die kommenden zwei Jahre wird der Brachter Standort der Gesamtschule Brüggen zur Baustelle – und zwar zu einer der aufwändigsten im Gemeindegebiet. das gesamte Projekt wird rund 6,6 Millionen Euro kosten. „Die zuwendungsfähigen Ausgaben liegen bei rund 5,9 Millionen Euro“, erläutert Angelika Hirsch, bei der Gemeindeverwaltung zuständig für den technischen Hochbau. Dafür erhält die Gemeinde Brüggen von der Landesregierung die maximale Fördersumme in Höhe von rund 4,8 Millionen Euro; der Eigenanteil beträgt rund 1,8 Millionen Euro. Der Zuwendungsbescheid liegt inzwischen im Brüggener Rathaus auf dem Tisch.

Wie sieht der Zeitplan aus?

Die Sanierung der Gesamtschul-Dependance in Bracht soll im Frühherbst 2020 beginnen. Sie sollte bis zum 30. September 2022 abgeschlossen sein. Sollten die Arbeiten bis dahin nicht beendet sein, wird das für die Gemeinde teurer, erläutert Dieter Dresen, Leiter des Fachbereichs Bauen und Planung. Dann muss sie die Kosten dafür selbst übernehmen.

Womit beginnt der Umbau?

Zunächst wird das Dach der doppelturnhalle saniert. Dies ist notwendig, damit die beiden Ziele des gesamten Vorhabens erreicht werden können. Dies ist zu einen die Reduzierung des Energieverbrauchs und zum anderen ein optimales Wärmekonzept für die restliche Energiemenge. Durch alle Baumaßnahmen sollen rund 233 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Das ist so viel wie der jährliche Co2-Fußabdruck von 19 Deutschen.

Wodurch wird Energie eingespart?

Dazu gehört der bauliche Wärmeschutz. So werden etwa die Dächer aller Gebäudeteile saniert und die Fassaden werden neu gedämmt. Dadurch soll der Wärmebedarf gesenkt werden. Außerdem werden die Heizungshydraulik und die Versorgung mit warmem Wasser optimiert. So verschwinden etwa die zahlreichen Pumpen; die Heizungsanlage wird auf ein Zentralpumpen-Konzept umgestellt. Dadurch kann mehr als 85 Prozent des bisherigen Stromverbrauchs für die Heizungsumwälzpumpen eingespart eingespart werden. „Außerdem ist das Heizungssystem besser zu regeln“, erläutert Angelika Hirsch. Auch dadurch könne weniger Wärmeenergie verbraucht werden. Bisher waren die Netze für das warme Wasser schlecht isoliert. In Zukunft gibt es warmes Wasser aus dezentralen Frischwasserstationen. Strom kann auch dadurch gespart werden, dass die vorhandene Beleuchtung gegen LED-Technik ausgetauscht wird. In den sanitären Anlagen wird auf diese Weise mehr als 75 Prozent des Stroms eingespart.

Wie sieht das künftige Energiekonzept aus?

Es ist eine Kombination aus einer Hackschnitzel- und Solar-Anlage geplant. Dadurch soll die Heizwärme mit geringen Verteiler-Verlusten genutzt werden. Deshalb wird auch das Nahwärmenetz ausgebaut. Es besteht aus hochgedämmten Kunstoffmantelrohren. Die Hackschnitzel stammen aus dem Gemeinde-eigenen Wald und müssen nicht weit bis zur Anlage transportiert werden. Kombiniert zu der Hackschnitzel-Anlage wird eine Solarthermie-Anlage. Sie bietet eine Kollektorleistung von 140 Kilowattstunden, die Kollektorfläche ist rund 200 Quadratmeter groß.