1. NRW
  2. Städte
  3. Viersen

Schwalmtal: Fit für die Jüngsten

Schwalmtal : Fit für die Jüngsten

Für den Ausbau der U3-Betreuung hat nun auch das Familienzentrum Anna Polmans in Amern einen Anbau erhalten. Noch sind dort die Handwerker zugange, zum Ferienende sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Die Spiele liegen wieder im Regal, in der Puppenecke stehen die Puppenwagen schon bereit. Die kleinen Stühle sind um niedrige Tische gruppiert, das Mini-Sofa steht. Die "Bärenkinder" können einziehen. Noch sind die Handwerker nicht fertig im Familienzentrum Anna Polmans am Amerner Kockskamp, aber der Gruppenraum für die Jungen und Mädchen, die bisher im Keller untergebracht waren, ist komplett.

Kinder auf der Warteliste

Seit Herbst 2010 laufen die Umarbeiten im Familienzentrum im Rahmen des U3-Ausbaus. Im Oktober wurde die Baustelle eingerichtet, im September soll der Umbau nun abgeschlossen sein. Für die Betreuung Unter-Dreijähriger machen die Kindergärten Platz: Die Jüngsten benötigen Ruheräume für das Mittagsschläfchen, außerdem besondere Sanitäranlagen mit Wickeltischen. 2007 hatten Bund und Länder vereinbart, dass alle Ein- und Zweijährigen ab dem 1. August 2013 einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz in einer Kita oder in der Tagespflege haben. Tatsächlich wünschten sich Eltern Ein- bis Zweijähriger mehr Krippenplätze, sagt Elisabeth Riemer, Leiterin des Familienzentrums Anna Polmans: "Die Nachfrage nach U3-Plätzen ist so groß, dass wir schon einige Kinder auf die Warteliste fürs kommende Jahr gesetzt haben."

  • Schwalmtal : Warum der Kindergarten Anna Polmans heißt
  • Foto: imago (Archiv)
    „Wir können nicht mehr alle Spiele besetzen“ : Die Schiedsrichter-Not in den Fußballkreisen
  • GHTC-Spieler Felix Krause feierte am Freitag
    Hockey-Herren des GHTC im Einsatz : Doppel-Derby am Wochenende gegen Köln

Nach den Kindergärten in Waldnieler Heide und Schier, in denen der Ausbau für die U3-Betreuung schon abgeschlossen ist, und kleineren Veränderungen im Kindergarten Lüttelforst, wird nun auch das Familienzentrum in Amern für die Jüngsten "fit" gemacht. Das Familienzentrum rechnet mit 22 U3-Plätzen, die laut Planung ab 2012 auf eine Typ I-Gruppe (Zwei- bis Sechsjährige) und zwei Typ II-Gruppen (Kinder bis drei Jahre) verteilt werden sollen. Schon jetzt besuchen 15 Kinder unter drei Jahre die Einrichtung.

Zwei Ruheräume zum Kuscheln

Architekt Rico Küpper hat für das Familienzentrum einen Anbau entworfen, der über rund 210 Quadratmeter Fläche verfügt. Im Neubau ist der Gruppenraum für die "Bärenkinder" untergebracht sowie ein Nebenraum und ein Multifunktionsraum, von dem auch das Familienzentrum profitiert. Zwischen neuem und altem Teil hat Küpper die Sanitäranlagen mit Wickelmöglichkeit untergebracht, außerdem sind durch die Umbauten zwei Ruheräume entstanden. In dem einen stehen schon Gitterbettchen und Kinderbetten, im anderen sollen Kuschelecken eingerichtet werden.

In der zweiten Sommerferienhälfte ist das Familienzentrum nun geschlossen, die Maler arbeiten die letzten Feinheiten nach, Einbauschränke müssen noch eingesetzt werden, die Außenarbeiten stehen bevor. Wenn die Kinder nach den Ferien wiederkommen, ist alles fertig, verspricht Küpper. Die "Bärenkinder" haben ihren neuen Raum mit den Erzieherinnen schon eingeräumt und sich alles genau angesehen. "Einem Jungen ist sofort aufgefallen, wie hell der neue Raum ist", erzählt Elisabeth Riemer schmunzelnd. "Er hat gesagt: Wie soll das denn hier dunkel werden, wenn wir zum Abschluss im Kindergarten übernachten dürfen?"

(RP)