Kreis Viersen: FDP regt Regionalwerk für den Westkreis an

Kreis Viersen : FDP regt Regionalwerk für den Westkreis an

Die Ortsverbände der FDP im Westkreis wollen die interkommunale Zusammenarbeit intensivieren und streben angesichts der auslaufenden Konzessionsverträge für die Stromversorgung die Gründung eines Regionalwerks für die allgemeine Versorgung der Bevölkerung in den Gemeinden Brüggen, Niederkrüchten und Schwalmtal an.

Im Juni haben die Brüggener Liberalen einen Antrag an den Rat gestellt, die Verwaltung zu beauftragen, die Realisierung eines Regionalwerks mit den beiden Nachbargemeinden zu prüfen und einen Referenten zum Thema einzuladen.

Konzessionsverträge laufen aus

Sowohl in Brüggen wie auch Niederkrüchten gibt es ein Gemeindewerk, das für die Trinkwasserversorgung zuständig ist. Darüber hinaus gibt es in Schwalmtal neben der Trinkwasserversorgung durch die Gemeindewerke seit 1974 eine eigenständige Gesellschaft zur Erdgasversorgung (Erdgasversorgung Schwalmtal GmbH. & Co. KG), von der auch die Gemeinde Brüggen seit 1978 ihr Erdgas bezieht. In den drei Gemeinden laufen die Stromkonzessionen aus, so dass die Möglichkeit besteht, sich nun für den Einstieg ins Stromgeschäft zu entscheiden. Jede Gemeinde, erläuterte die FDP, müsste sowohl bei der Übernahme des Stromnetzes wie auch bei einer Übernahme des Stromvertriebs eine neue Gesellschaft gründen und alle entsprechenden Aufgaben alleine übernehmen oder diese Leistungen einkaufen. Statt drei einzelne Gesellschaften zu gründen, könnte eine gemeinsame Gesellschaft in Form eines Regionalwerks gegründet werden, um gemeinsam die anstehenden Aufgaben zu meistern.

"Wir halten ein Regionalwerk für eine sehr interessante und prüfenswerte Option, um sich gemeinsam für die Übernahme des Stromnetzes zu entscheiden. Aber auch ein gemeinsamer Stromvertrieb, unabhängig von der Stromnetzübernahme wäre von besonderem Interesse", so die Orts- und Fraktionsvorsitzenden Peter Opitz und Michael Otto (Niederkrüchten), Andreas Bist und Helmut Stoffers (Brüggen) sowie Hans-Dieter Heinrichs (Schwalmtal). Die Ortsverbände setzen sich für eine interkommunale, zukunftsorientierte Kooperation ein, möchten zum Wohl der Bürger mutig in eine solche Zusammenarbeit investieren und gemeinsam intelligent wirtschaften.

(RP)