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Vierter Blitz-Marathon: Fazit: Knapp 500 Raser wurden geblitzt

Vierter Blitz-Marathon : Fazit: Knapp 500 Raser wurden geblitzt

Im Kreis Viersen blitzte es gleich 500 Mal in 24 Stunden - so fällt das Fazit zum Blitz-Marathon der Polizei aus. Auf der B221 raste ein Autofahrer mit 110 statt erlaubten 70 km/h über die B221. In Willich war eine Autofahrerin mit 91 statt 50 km/h unterwegs.

Das Ergebnis des vierten Blitz-Marathons im Kreis Viersen bestärkt die Beamten in der Notwendigkeit regelmäßiger Geschwindigkeitskontrollen. "Der Umstand, dass bei einem so groß angekündigten Einsatz mit Bekanntgabe der Messstellen immer noch 500 Raser erwischt wurden, stimmt sehr bedenklich", bilanziert Einsatzleiter Rainer Schapekens den vierten Blitzmarathon im Kreis Viersen.

Auch hier gab es traurige Spitzenreiter: In Brüggen raste am Abend ein Autofahrer mit 110 statt erlaubten 70 km/h über die B221. Genauso schnell unterwegs war am Abend ein Autofahrer an der Secretis in Nettetal. Innerhalb geschlossener Ortschaften blieb eine Duisburger Autofahrerin in Erinnerung, die mit gemessenen 91 km/h in Willich unterwegs war.

"Es ist immer eine Frage der eingesetzten Messtechniken, wie viele Rasereien wir tatsächlich aufdecken", sagt Schapekens. Eine sogenannte Eso-Anlage - bei der mit fünf Sensoren die Geschwindigkeit erfasst wird und zusätzlich in der Tiefe gemessen wird, sodass Temposünder exakt erfasst werden - decke beispielsweise mehr Verstöße auf, als Einsatzkräfte an einer Kontrollstelle mit Anhalteposten. Das Anhalten, Belehren und Verwarnen der Ertappten koste naturgemäß mehr Zeit als eine bloße Messung. "Insoweit belegen die gestiegenen Zahlen im Vergleich zum letzten Blitz-Marathon nicht zwingend, dass die Moral schlechter geworden ist", sagt Schapekens. Trotzdem: "Das Ergebnis ist einmal mehr Bestätigung dafür, dass es notwendig ist, regelmäßig und andauernd mit polizeilichen Maßnahmen gegen die lebensgefährliche Raserei vorzugehen - zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer."

(ots/ape)