Fall Luca in Viersen: Berufungsverfahren gegen Stiefvater startet am 13. Februar 2019

Getöteter Fünfjähriger in Viersen: Berufungsverfahren gegen Stiefvater im Fall Luca startet bald

Das Landgericht hatte Martin S. zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Dagegen ging der Stiefvater des getöteten Fünfjährigen Luca in Revision. Nun wird bald neu über das Strafmaß verhandelt.

Der Tod des kleinen Luca im Oktober 2016 hat viele Menschen in Viersen bewegt. Ab Mittwoch, 13. Februar, wird der Fall erneut das Landgericht Mönchengladbach beschäftigen.

Das Landgericht hatte mit Urteil vom 13. Juni 2017 den Stiefvater des Fünfjährigen wegen Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung und Totschlags zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Martin S. ging in Berufung.

Auf die Revision des Angeklagten hatte der Bundesgerichtshof im August 2018 das Urteil im Ausspruch der verhängten lebenslangen Strafe aufgehoben und zur erneuten Verhandlung an das Landgericht Mönchengladbach zurückverwiesen (AZ 3 StR 47/18).

„Der Bundesgerichtshof hat mit seiner Entscheidung bestätigt, dass der Angeklagte S. des Totschlags, der gefährlichen Körperverletzung und der weiteren Körperverletzung zulasten des Kindes Luca schuldig ist“, erklärt Landgerichts-Sprecher Fabian Novara. „Hierüber wird deshalb nicht erneut verhandelt.“ Die nunmehr zuständige 5. große Strafkammer des Landgerichts unter dem Vorsitz des Vorsitzenden Richters am Landgericht, Helmut Hinz, habe allein über die Höhe der Strafe für den rechtskräftig festgestellten Totschlag neu zu entscheiden und eine neue Gesamtstrafe zu bilden.

Die Hauptverhandlung beginnt am 13. Februar um 9.15 Uhr in Saal A 100. Fortsetzungstermine sind für den 19., 21. und 26. Februar bestimmt.

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