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Fall „Greta“: Mordprozess gegen Erzieherin aus Viersen beginnt am 17. November

Fall „Greta“ in Viersen : Mordprozess gegen Erzieherin beginnt am 17. November

Nach dem mutmaßlichen Mord an der kleinen Greta in Viersen muss sich deren Erzieherin vom 17. November an vor Gericht verantworten. Gretas Mutter tritt in dem Prozess als Nebenklägerin auf. Ein Urteil könnte im März 2021 fallen.

Wegen des gewaltsamen Todes eines Kindergartenkindes in Viersen muss sich die Erzieherin der kleinen Greta vom 17. November an vor dem Landgericht Mönchengladbach verantworten. Die Frau ist wegen heimtückischen Mordes und Misshandlung von Schutzbefohlenen angeklagt. In der Viersener Kita hatte das damals zweijährige Mädchen am 21. April einen Atemstillstand erlitten. Verursacht worden war dies laut Staatsanwaltschaft durch die Erzieherin.

Der Viersener Fall hatte im Frühjahr bundesweit Entsetzen ausgelöst. Die Frau soll dem Mädchen während des Mittagsschlafs den Brustkorb bis zum Atemstillstand zusammengedrückt haben – das Kind wurde so schwer verletzt, dass es einige Tage später in der Klinik starb. Die Staatsanwaltschaft wirft der Erzieherin vor, seit August 2017 auch in anderen Kitas Atemstillstände bei Kindern herbeigeführt zu haben.

Den Tod der Kinder habe sie dabei "mindestens billigend in Kauf genommen". Da sie danach jeweils Rettungsmaßnahmen veranlasst haben soll, überlebten die Kinder in den früheren Fällen die mutmaßlichen Übergriffe. In dem Mönchengladbacher Prozess treten Gretas Mutter und zwei der mutmaßlich geschädigten Kinder als Nebenkläger auf.

Das Gericht hat insgesamt 18 Verhandlungstage für den Mordprozess angesetzt. Ein Urteil könnte am 3. März gefällt werden.

(mrö/afp)