Evve in Viersen-Süchteln Zu Besuch im fairen Jugendzentrum

Viersen-Süchteln · „Augen auf“, hieß es jetzt in dem evangelischen Jugendzentrum in Süchteln: An zwei Aktionstagen beschäftigten sich die Mädchen und Jungen mit fair gehandelten Produkten.

 Yvonne Houf (l.) und Camille Spiesser (r.) hatten im Evve zum zweitägigen Angebot „Augen auf“ eingeladen, bei dem die Welt und der faire Handel im Mittelpunkt standen.

Yvonne Houf (l.) und Camille Spiesser (r.) hatten im Evve zum zweitägigen Angebot „Augen auf“ eingeladen, bei dem die Welt und der faire Handel im Mittelpunkt standen.

Foto: Bianca Treffer

Das evangelische Jugendzentrum Evve in Süchteln trägt seit einem Jahr den Titel „Faires Jugendhaus“. Nicht nur fair gehandelte Produkte wie Orangensaft und Schokolade spielen im Alltag eine Rolle. „Wir möchten die Kinder und Jugendlichen sensibilisieren und immer wieder mit verschiedenen Aktionen an das Thema heranführen“, sagt Yvonne Houf, die für die gemeindliche Kinder-, Jugend- und Familienarbeit zuständig ist.

Unter dem Motto „Augen auf“ ging jetzt ein zweitägiges Angebot an den Start, das sich an Teilnehmer zwischen zehn und 16 Jahren richtete. Zusammen mit ihrer Kollegin Camille Spiesser, die die Leitung des evangelischen Jugendzentrums innehat, und Jahrespraktikant Leon Rogalla waren Programmpunkte entwickelt worden, die sich auf unterschiedliche Art und Weise mit dem fairen Handeln beschäftigten.

Was heißt Fair Trade überhaupt? Wo kann man die Produkte kaufen? Wie leben Menschen in anderen Ländern, aus denen fair gehandelte Waren kommen und was bedeutet es für sie, wenn Fair-Trade-Produkte gekauft werden? Als Einstieg sahen die acht Teilnehmer den Film „Wäre die Welt ein Dorf“, der die Globalisierung anschaulich und nachvollziehbar erklärt.

Im Anschluss daran wurde die Globalisierung in Spielform nachgestellt, wobei auch der CO2-Ausstoß eine Rolle spielte. Dargestellt mit Luftballons, wurden diese entsprechend in Spielfelder verteilt, die die Kontinente verkörperten. Spielerisch setzten sich die jugendlichen Teilnehmer mit den Weltproblematiken auseinander, lernten Bevölkerungsdichten sowie die Verteilung von Reichtümern kennen.

Wie man selbst für etwas mehr Gerechtigkeit sorgen kann, war das große Thema und das führte unweigerlich zu den fair gehandelten Produkten. Absolutes Erstaunen beim Film am zweiten Eventtag, bei dem zwei Studenten so geschickt nicht fair gehandelte Produkte als etwas Besonderes anpriesen und verkauften. Das Evve-Team machte deutlich, dass es immer gilt, die Augen aufzuhalten, genau hinzusehen und hinzuhören. Wie gut dies bei den Teilnehmern ankam, zeigten sie beim anschließenden Einkauf für das gemeinsame Kochen. Es wurde fair, nachhaltig und regional eingekauft und danach mit viel Spaß gemeinsam gekocht.

(tre)