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Etwa 100 Ahornbäume in Viersen haben die Rußrindenkrankheit

Viersen : Rußrindenkrankheit: Stadt lässt 100 Bäume fällen

Atmen Menschen die Sporen des Pilzes ein, kann das Beschwerden wie Reizhusten, Fieber, Atemnot und Schüttelfrost auslösen.

Mitarbeiter der städtischen Betriebe haben festgestellt, dass etwa 100 Ahornbäume im Stadtgebiet von der Rußrindenkrankheit befallen sind. Die Bäume im Stadtgarten Dülken und an mehreren Stellen auf den Süchtelner Höhen und dem Hohen Busch müssen gefällt und aufwendig entsorgt werden, informiert die Stadtverwaltung.

Ausgelöst wird die Rußrindenkrankheit durch einen Pilz. Atmet ein Mensch die Sporen dieses Pilzes ein, kann dies eine allergisch bedingte Entzündung der Lungenbläschen auslösen. Die sogenannte „Farmerlunge“ äußere sich in Reizhusten, Fieber, Atemnot und Schüttelfrost, erläutert die Verwaltung. Die Beschwerden können innerhalb von etwa sechs bis acht Stunden nach dem Kontakt mit den Sporen auftreten, mehrere Stunden, in Einzelfällen auch Tage oder Wochen anhalten.

Die betroffenen Bäume sterben ab. Das Holz wird spröde, sodass die Bäume schnell ihre Standsicherheit verlieren. Es können Teile abbrechen oder der Baum kann umstürzen. „Als wesentlicher Auslöser für den Ausbruch der Rußrindenkrankheit gilt Trockenheitsstress“, erläutert Stadtsprecher Frank Schliffke. „Die lange Dürre des vergangenen Jahres dürfte also die Ursache für die jetzigen Probleme sein.“

Betroffen sind nach bisherigen Erkenntnissen der Stadtverwaltung vor allem junge und mittelalte Ahornbäume. Die Entsorgung des Holzes gilt als sehr problematisch, da jede Weiterverbreitung des Pilzes vermieden werden muss. Die Stadt beginnt am Donnerstag, 11. April, im Stadtgarten Dülken mit den Fällarbeiten. Dort werden zunächst bereits abgestorbene Bäume entfernt, die in der Nähe der privaten Grundstücke stehen. Damit soll verhindert werden, dass diese Bäume auf die Nachbargrundstücke stürzen.

Während der Arbeiten wird der Stadtgarten Dülken gesperrt. Die Mitarbeiter, die die Bäume fällen und für die Entsorgung vorbereiten, werden Schutzanzüge und Atemschutz tragen. Die Anlieger erhalten eine Information von den städtischen Betrieben. Darin werden sie gebeten, während der Arbeiten die Fenster geschlossen zu halten und sich nicht im Freien aufzuhalten.

(rp)