Viersen: Erster Neubau an der Brüsseler Allee

Viersen: Erster Neubau an der Brüsseler Allee

Start für die städtebauliche Entwicklung im Robend: Im Frühjahr 2019 sollen die zwei Mehrfamilienhäuser mit 24 Wohnungen fertig sein. Die städtische Baugesellschaft investiert dafür rund 3,7 Millionen Euro

Spatenstiche stehen zurzeit oft im Terminkalender von Albert Becker, dem Vorsitzenden der Viersener Aktien-Baugesellschaft (VAB). Der gestrige war dennoch außergewöhnlich: Weniger, weil er bei starkem Regen stattfand. Sondern vielmehr, weil er der Auftakt für eine städtebauliche Entwicklung ist, die die Brüsseler Allee markant verändern wird. "Die Stadteinfahrt nach Viersen wird zukünftig ein attraktives, neues Gesicht erhalten", kündigte Becker gestern an. In den Neubau an der Brüsseler Allee/Ecke Louisenburger Weg investiert die Gesellschaft rund 3,7 Millionen Euro. Die 24 Wohnungen sollen im Frühjahr 2019 fertig sein. Mit einem kräftigen "Glück auf" startete Albert Becker das Bauvorhaben symbolisch.

Der Bedarf an Wohnungen in Viersen ist derart groß, dass er Becker zufolge "überhaupt nicht gedeckt werden kann". Pro Jahr werden - so lauten die Prognosen - rund 275 neue Wohnungen gebraucht. Besonders gefragt sind Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen. Die VAB steckt mitten in einer 50 Millionen schweren Neubau-Offensive. Neun von elf Projekten sind bereits abgeschlossen: 261 von 400 Wohnungen sind bezugsfertig oder werden noch errichtet. "Wir planen zudem ein weiteres Projekt im Robend und ein Objekt auf der Baufläche Körnerstraße/Hohlstraße", erläuterte der VAB-Vorsitzende.

Die Brüsseler Allee wird nicht nur in diesem Teil neu bebaut. Auf beiden Seiten sind weitere Wohnungen geplant. Ein neuer Edeka-Markt soll zudem auf der Fläche hinter dem Bahnhof entstehen. Bisher sei das Areal geprägt gewesen durch Brachflächen - in Zukunft soll es ein lebendiges Wohnquartier von Viersen werden. Damit werde auch ein Übergang zu den weiteren Neubauflächen im Robend geschaffen.

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Die Architektur des neuen Objekts - entwickelt von eigenen Kräften um Prokurist Frank Meier - lehnt sich an die der gerade fertiggestellten Wohnanlage an der Scheldefahrt an. Gestaltungselemente, die wiederkehren, sind etwa die Arkadengänge im Erdgeschoss oder die großzügig verglasten Flure - dadurch sollen beide Gebäude ein modernes, einprägsames Aussehen erhalten. "Wir wollen ein einheitlich gestaltetes Ensemble schaffen, das den Stadtpark Robend an der Nordseite harmonisch abrundet", so der VAB-Vorsitzende.

Die zwei dreigeschossigen Gebäude liegen direkt neben dem historischen Kanalwärterhaus am Antwerpener Platz. Die Wohnungen werden mit öffentlichen Mitteln gefördert. Wer dort einziehen will, muss einen Wohnberechtigungsschein beantragen.

(busch)
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