Kreis Viersen: Erste Lesung für Bundesverkehrswegeplan

Kreis Viersen: Erste Lesung für Bundesverkehrswegeplan

Dazu zählen: der Ausbau der A 52, der Ausbau der Strecke Dülken-Venlo und die "Viersener Kurve"

Der Bundestag hat sich gestern in erster Lesung mit dem Bundesverkehrswegeplan 2030 beschäftigt. Er enthält die Straßen, Schienen und Wasserwege, die bis zum Jahr 2030 ausgebaut werden sollen.

Für den Kreis Viersen von hohem Interesse ist zum einen der sechsspurige Ausbau der Autobahn 52 zwischen Mönchengladbach und Neersen. Gerade im Berufsverkehr stauen sich dort die Autos. Dieses Vorhaben ist inzwischen auf die Stufe "Vordringlicher Bedarf" gerückt. Dafür hatten sich die Bundestagsabgeordneten aus der Region, aber auch die Industrie- und Handelskammer eingesetzt. "Gegenüber dem ersten Entwurf ist dies eine klare Höherstufung", zeigt sich Bundestagsabgeordneter Uwe Schummer (CDU) zufrieden.

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Als Projekt mit "potenziellen Bedarf" ist der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke zwischen Dülken, Kaldenkirchen und Venlo und die "Viersener Kurve" auf Platz 9 vorgerückt - allerdings ist diese Kombination umstritten. Während die IHK den Ausbauplan unterstützt und ihn als wichtigen Beitrag sieht, um den zunehmenden Güterverkehr zu begegnen, wird er etwa von Landrat Andreas Coenen (CDU) und der Kreis-CDU vehement abgelehnt. Zwar wird im Kreishaus der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke befürwortet, nicht aber dessen enge Verbindung mit der "Viersener Kurve". Deshalb fordert jetzt auch Bundestagsabgeordneter Uwe Schummer erneut: "Der zweigleisige Ausbau und die ,Viersener Kurve' müssen entkoppelt werden." Dafür hatte sich auch Bundestagsabgeordneter Udo Schiefner (SPD) stark gemacht. Neben der Belastung durch mehr Züge fürchten Viersener auch den zunehmenden Lärm.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete für den Kreis Viersen begrüßte außerdem die Ablehnung des "Eisernen Rheins": "Gut, dass es das nicht geben wird."

(busch)
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