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Erinnerung an NS-Opfer aus Viersen auf dem jüdischen Friedhof

Holocaust-Gedenktag in Viersen : Erinnerung auf dem jüdischen Friedhof

Bürgermeisterin Sabine Anemüller (SPD) und Udo van Neer vom VdK-Sozialverband (ehemals Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge) haben am Holocaust-Gedenktag auf dem Jüdischen Friedhof am Kampweg in Dülken eine Kerze für die Viersener NS-Opfer angezündet und ein Blumengebinde abgelegt.

„Wir gedenken derer, die wegen ihres Glaubens, ihrer Überzeugung, ihrer Herkunft, einer Krankheit oder einer Behinderung ermordet wurden“, sagte Anemüller. „Hass und Fanatismus dürfen keinen Platz in einer friedlichen und demokratischen Gesellschaft haben.“ Der Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945 wurde im Jahr 2005 von den Vereinten Nationen zum Gedenktag an die Opfer des Holocaust eingeführt.

Udo van Neer erinnerte daran, dass viele Viersener NS-Opfer nicht nach Auschwitz deportiert wurden, sondern die meisten ins Baltikum kamen. „Die überwiegende Zahl unserer ermordeten jüdischen Mitbürger kam in Riga ums Leben.“

Er überreichte der Bürgermeisterin einige Exemplare eines Buchs des früheren CDU-Bundestagsabgeordneten Wolfgang von Stetten über den Holocaust im Ghetto Riga für die Stadtbibliothek. „Weitere Exemplare des Buchs werden Schulen für ihre Bibliotheken zur Verfügung gestellt.“

Die Stadt Viersen war im Jahr 2010 dem Riga-Komitee beigetreten, dessen Ziel es ist, an das Schicksal der deutschen Juden zu erinnern, die Opfer der Deportation nach Riga wurden.

(mrö)