Viersen: Erfolgreiche Sportler wurden ausgezeichnet

Viersen: Erfolgreiche Sportler wurden ausgezeichnet

Rund 30 Millionen Euro Defizit hat die Stadt Viersen. "Am Sport haben wir nicht gespart", betonte Bürgermeister Günter Thönnessen bei der Sportlerehrung der Stadt am Freitagabend im Erasmus-van-Rotterdam-Gymnasium. "Beim Sport geht es nicht nur Geld, sondern auch um Lebensfreude", sagte Thönnessen und fand: "Besonders positiv denken sind nämlich die Sportler. Keiner geht mit dem Gedanken aufs Spielfeld 'ich verliere'.." Er appellierte an Sportler und Vereinsvertreter: "Wir brauchen positives Denken." Er selber will in diesem Sommer mit positivem Beispiel vorangehen. Er unternimmt mit dem Rad eine Tour ins schweizerische Grindelwald – insgesamt 920 Kilometer.

Jürgen Cleven, Vorstandssprecher beim Sponsor Volksbank Viersen, betonte: " Wir haben die Vereine in der Vergangenheit unterstützt und werden das auch in Zukunft tun." Und der Sportausschussvorsitzender Rainer Thielmann versprach, dass die Politik und der Stadtsportverband weiter dafür sorgen würden, dass die Sportler die nötigen Rahmenbedingungen bekommen, um ihren Sport auszuüben. Stadtsportverbandsvorsitzender Klaus-Dieter Grefkes stellte das neue Logo des Verbandes vor. Es soll den Zusammenhalt aller Viersener Sportvereine unter demDach des Verbandes symbolisieren. Das Logo dürfe nicht so ohne weiteres verwendet werden, sondern Einrichtungen der Stadt sollten dafür eine Schutzgebühr zahlen, erklärte Grefkes. Darüber war selbst der Bürgermeister erstaunt. "Wir müssen darüber noch sprechen", meinte er.

Hans-Dieter Rippegather, der zu den ausgezeichneten Ehrenamtlern gehörte, zeigte mit den Kids von der KSG Oh-Do-Kwan Dülken – Noah, Niklas, Milan, Celin, Lukas und Tunc –, wie kinderleicht Taekwondo zu lernen ist. Selbst die Jüngsten zeigten schon beim Bruchtest unter ihren Händen und Füßen wie Holzbretter zerbrachen. Der 69-Jährige Süchtelner Reiner Görtz kehrte sogar gerade von einer Senioren-Weltmeisterschaft als Bronzemedaillengewinner im Speer-wurf aus Kanada heim. Voriges Jahr war er Speerwurfsieger der World-Masters-Games in Sydney. "Ihm macht es Spaß und kommt dabei in der Welt herum", war sogar Moderator Frank Schiffers beeindruckt: "Er ist ein Vorbild für die Jugend." Das geht auch umgekehrt: Die Schwimmerin Lea Krienen (ASV Süchteln) wurde zum ersten Mal geehrt mit Ehrenbrief und Plakette der Stadt. Sie motiviert ihre Mutter Nicole – besser bekannt unter ihrem Mädchennamen Kamps als mehrmalige Deutsche Schwimm-Mehrkampfmeisterin der SG Dülken. Die will sich in diesem Jahr in der Altersklasse 30 Jahre plus für die Meisterschaften in Berlin qualifizieren.

(RP)