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Entwarnung in Rickelrath: Erddamm stabilisiert, L3 wieder frei

Hochwasserlage in Wegberg : Schwalmtaler Feuerwehr hilft in Wegberg aus

18 Einsatzkräfte pumpten nach der Unterspülung einer Brücke Wassermassen ab. Der DRK-Kreisverband Viersen hilft jetzt eine Woche lang im Hochwasser-Schadengebiet bei Euskirchen.

Die Löschzuge Waldniel und Amern der Schwalmtaler Feuerwehr haben in Wegberg dabei geholfen, eine Hochwasserlage in den Griff zu bekommen. Weitere Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Schwalmtal brachten in einem Konvoi aus zwei Feuerwehr-Logistikfahrzeugen und einem Lkw einer Schwalmtaler Gärtnerei Hilfsgüter zu zwei Kommunen ins Katastrophengebiet. Und der Viersener Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes rückte zu einem einwöchigen Hilfseinsatz ins Hochwasser-Schadengebiet bei Euskirchen aus.

Bereits am Dienstag machten sich 18 Einsatzkräfte der Schwalmtaler Wehr mit sieben Fahrzeugen auf den Weg zum ehemaligen JHQ-Gelände. Vor Ort wurden die Wehrleute vom Schwalmverband eingewiesen. Eine Straßenbrücke der L3 war auf Grund des lang anhaltenden Starkregen über- und unterspült worden. Dadurch waren Teile der Fahrbahndecke und Brücke eingestürzt.

Da ein Durchbruch der Brücke durch die angestauten Wassermassen nicht ausgeschlossen werden konnte, stellte dies eine Gefahr für einen angrenzenden Campingplatz auf der Ortsgrenze zur Stadt Wegberg dar. Die Wehrleute aus Schwalmtal halfen beim Abpumpen der Wasserfläche, waren acht Stunden vor Ort. Trotz der Anstrengungen gelang es nicht, den Pegel deutlich zu senken.

  • Mitarbeiter des Schwalmverbandes bauten unter Leitung
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  • In Wegberg : Campingplätze wegen Hochwasser evakuiert
  • Ein Teil dieser Straße im JHQ
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Am Mittwoch errichteten die Mitarbeiter des Schwalmverbandes unter Leitung deshalb ein provisorisches Stützbauwerk an der Stelle, wo das Rückhaltebauwerk und ein Teil der Straße auf dem JHQ-Gelände eingestürzt waren. Dann war es möglich, die Wassermassen über einen kontrollierten Ablauf eines regulierbaren Wehrs aus dem Bruchgelände über den Hellbach ablaufen zu lassen. Damit entspannte sich die Situation und die Überschwemmungsgefahr für die beiden Campingplätze und die Landstraße 3 war gebannt.

 Die seit Dienstagabend gesperrte L 3 wurde am Mittwochmittag wieder freigegeben, die Menschen konnten auf die beiden Campingplätze zurückkehren. Die Wassermassen entlang des Hellbachs – der Schwalmverband geht von bis zu 60.000 Kubikmeter aus – hatten sich nach den starken Regenfällen an einem sandigen Damm aufgestaut und so die Straße und das Rückhaltebauwerk auf dem alten JHQ-Gelände zum Einsturz gebracht. Rund 80 Menschen, die sich auf den beiden Campingplätzen hielten, mussten das Gelände zügig verlassen.