"Ende Gelände" in Viersen: Hubschrauber kreist über dem Camp

Helikoptereinsatz in Viersen : Warum ein Hubschrauber über dem „Ende Gelände“-Camp kreist

Seit Freitagmorgen kreist ein Polizei-Hubschrauber über dem Camp von „Ende Gelände“ am Hohen Busch. Was ist da los?

Viele Viersener fragen sich: Warum fliegt ein Hubschrauber seit Freitagmorgen in niedriger Höhe über dem Camp der Bewegung „Ende Gelände? Die Polizei Aachen hat ihn nach Viersen geschickt.

Die Behörde ist für alle Polizeiaktionen zuständig, die im Zusammenhang mit dem Rheinischen Braunkohlerevier stehen. Die Polizei Aachen geht davon aus, dass das Versammlungsgelände Am Hohen Busch als Ausgangspunkt für das Aktionsbündnis „Ende Gelände" genutzt wird. „Die ersten Gruppierungen haben sich am Freitagmorgen in Bewegung gesetzt“, berichtete eine Sprecherin der Polizei Aachen. Deshalb hätten die Beamten den Hubschrauber angefordert. „Wir wissen ja nicht, was geplant ist.“ Die Bewegung „Ende Gelände“ hatte Aktionen im Rheinischen Braunkohlerevier angekündigt, will mit zivilem Ungehorsam den Abbau von Braunkohle im Tagebau stoppen.

Vom Helikopter aus können die Beamten erkennen, wohin die Gruppen unterwegs sind. Erste Erkenntnis: Etliche Klima-Aktivisten steuern den Bahnhof an.

Um die Sicherheit der Gäste zu gewährleisten, hatte die Polizei Aachen am Donnerstag gemeinsam mit dem Ordnungsamt und der Feuerwehr der Stadt Viersen überprüft, ob im Camp die Auflagen eingehalten werden. Unter anderem dürfen im Camp nicht mehr als 3.000 Personen übernachten. „Es gab keine Beanstandungen“, sagte die Polizeisprecherin.

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Allerdings stellte das Ordnungsamt der Stadt Viersen zahlreiche zu schnell fahrende Autos im Bereich des Camps fest. Dort ist das Tempo aus Sicherheitsgründen auf 30 begrenzt. In einem kurzen Abschnitt im Bereich der Eisenbahnbrücke gilt Tempo 10. Die Stadt richtete eine Messstelle ein. „Innerhalb kurzer Zeit wurden Tempoverstöße in deutlich dreistelliger Anzahl festgestellt“, so Stadtsprecher Frank Schliffke. Mit der Messstelle solle erreicht werden, dass die Autofahrer die deutlich ausgeschilderten Geschwindigkeitsbeschränkungen beachten. Schliffke: „Das Ordnungsamt wird die Entwicklung der Situation weiter beobachten und bei Bedarf die Messungen fortsetzen.“

(mrö)
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