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"elabö" macht Kinder fröh - so war der Auftritt vom Artistenduo in Viersen

Kulturbühne Viersen : „elabö“ macht Kinder fröh

Er, der Bedachte. Sie, die Rasante mit der pumucklesken Frisur, der nix zu gefährlich ist, die sich überall hinabstürzt und gar nicht merkt, wie oft er ihr Leben rettet. Das Artistenduo „elabö“ begeisterte in Viersen.

„Oooooohhhhhhhhhhhhhhhh“, tönt es mitfühlend aus dem Publikum in Richtung Vierfalt-Kulturbühne, wo mit waidwundem, tränenverschleierten Blick Akrobat Mitja die Zuschauer anblinzelt. Wieder mal hat seine tollkühne Partnerin Anne ihn an den Rand des Nervenzusammenbruchs gebracht. Er, der Bedachte. Sie, die Rasante mit der pumucklesken Frisur, der nix zu gefährlich ist, die sich überall hinabstürzt und gar nicht merkt, wie oft er ihr Leben rettet. Statt eines Dankeschöns wedelt sie kopfüber mit ihren Füßen vor seiner Nase herum.

So sind die Rollen beim Familienprogramm des Artistenduos „elabö“ verteilt: Er, der Erwachsene, sie, das Kind. Und jetzt hat sie ihm auch noch seine geliebte Puderdose stibitzt. Das Publikum oohht wieder, diesmal unterstützt durch seine Dirigatur von der Bühne. Muss Mitleid schön sein...

Die Kinder im Publikum kichern, weil’s wirklich lustig ist. Die Erwachsenen seufzen, weil’s so wahr ist. Und weil Kichern und Seufzen nicht so anstrengend sind wie das Dauerapplaudieren während dieses kurzweiligen 40-minütigen Programms „Schwarzweiß“, bei dem Anne auf Mitjas Kopf balanciert, beide eine Art Version 2.0  der zersägten Jungfrau  erfinden und am laufenden Band Artistik zeigen, die gestandenen Stuntmen den Angstschweiß auf die Stirnen treiben würde.

„elabö“ macht Kinder fröh — und Erwachsene ebensö!

(mrö)