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Kreis Viersen: Eiserner Rhein an A 52 ist einer von Hunderten Vorschlägen

Kreis Viersen : Eiserner Rhein an A 52 ist einer von Hunderten Vorschlägen

Kommt der Eiserne Rhein? Mehrere Politiker aus dem Kreis Viersen halten dies für wenig wahrscheinlich. NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) hatte erklärt, dass das Land dem Bundesverkehrsministerium vorgeschlagen hat, den Eisernen Rhein - also eine Bahnstrecke vom belgischen Antwerpen bis ins Ruhrgebiet - entlang der A 52 zu bauen.

Dass dieser Vorschlag im Ministerium vorliegt, weiß auch Udo Schiefner, SPD-Abgeordneter aus dem Kreis Viersen und Mitglied im Bundesverkehrsausschuss. "Allerdings liegen im Ministerium Hunderte Prüfaufträge vor", ordnet er die Aussage ein. Bis Mitte 2015 wolle das Ministerium die Kosten und Nutzen jedes einzelnen ermitteln. Selbst, wenn es zu dem Schluss käme, dass die Trasse gebaut werden sollte, sei es fraglich, ob Niederländer und Belgier die Strecke weiterführen würden. "Somit ist dieses Projekt mit vielen Fragezeichen versehen", sagt Schiefner.

Einen Schritt weiter geht der Kreis Viersener Landtagsabgeordnete Dr. Marcus Optendrenk. Sein CDU-Kollege Enak Ferlemann, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, hatte erklärt, dass für den Eisernen Rhein eine weitere Trasse in Betracht kommt: die Strecke zwischen Venlo, Kaldenkirchen und Rheydt, die ausgebaut werden könnte. "Das ist die vorsichtige Art von Herrn Ferlemann, der Industrie zu sagen, dass der Eiserne Rhein entlang der A 52 nicht kommt", sagt Optendrenk. Der Bau dieser Trasse ist aus Sicht der CDU im Kreis Viersen weder nötig noch wünschenswert. Zudem ist sie mit geschätzten Kosten von einer halben Milliarde Euro sehr teuer. Eine leistungsfähige Strecke für den Güterverkehr von Antwerpen ins Ruhrgebiet gäbe es schon: die Montzen-Route über Aachen. Die Strecke Kaldenkirchen-Dülken hingegen verbinde Rotterdam und Süddeutschland. Sie entspräche damit nicht dem Eisernen Rhein, sagt Optendrenk.

(con)