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Viersen: Einzelhandel in der Innenstadt schützen

Viersen : Einzelhandel in der Innenstadt schützen

Die Stadtverwaltung hat die Bebauungspläne für das Gebiet rund um die Viktoriastraße vorgestellt. Sie möchte den Einzelhandel dort steuern. Der Schwerpunkt soll jedoch weiter im Stadtzentrum von Viersen liegen.

Auch in Zukunft können Bürger Lebensmittel, Drogerieartikel und Textilwaren hauptsächlich in der Viersener Fußgängerzone kaufen. Auf dem Gebiet rund um den im Bau befindlichen Innerstädtischen Erschließungsring darf sich nach den aktuellen Bebauungsplänen nur nicht-zentrumsrelevanter Einzelhandel ansiedeln. Dies ist das Ergebnis der Bürgerinformationsveranstaltung im Technischen Rathaus an der Bahnhofstraße. Die Steuerung des Einzelhandels im Zusammenhang mit den Bebauungsplänen der Viktoriastraße und dem Bereich Eichelnbusch/ Freiheitsstraße stellten die Stadtplaner in den Mittelpunkt. Sechs Hektar Fläche sind Gegenstand der aktuellen Planungen. Bisher wird das Gebiet durch Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und Büros sowie teilweise Wohnnutzung genutzt. Das soll in dem bestehendem Maße auch erhalten bleiben, teilte die Stadtverwaltung mit. "Wir möchten lediglich eine aktive Steuerung der Einzelhandelsentwicklung in diesem Plangebiet", informierte Christina Ohrem vom Fachbereich Stadtentwicklung. Es seien dabei keine planerischen Veränderungen der städtebaulichen Struktur des Gebietes vorgesehen. Vielmehr gehe es darum, einer wild wachsenden Einzelhandelsentwicklung im Plangebiet entgegenzusteuern. "Das Viersener Zentrum soll geschützt werden", betonte Karen Krätschmer von der Stadtentwicklung.

Das Viersener Einzelhandelskonzept sieht einen Schutz des zentralen Versorgungsbereiches der Innenstadt vor und wird bei der aktuellen Planung berücksichtigt. Gleichzeitig möchte die Stadt die aktuell vorhandenen Nutzungen im Plangebiet stärken und den Standort für die Ansiedlung von nicht-zentrenrelevantem Einzelhandel anbieten. So soll zentrenrelevanter Einzelhandel, zu dem unter anderen Lebensmittel, Drogerieartikel, Lederwaren, pharmazeutische Artikel, Blumen, Heimtextilien und Spielwaren gehören, weiterhin nur in der Innenstadt zu finden sein. Händler von Baustoffen, Kfz-Bedarf und Zweirädern zum Beispiel dürfen sich nach den vorgestellten Plänen in der Viktoriastraße und Eichelnbusch/Freiheitsstraße ansiedeln. "Wobei der Bestand im Plangebiet derzeit gut ausgefüllt ist. Es gibt momentan keine konkreten Anfragen", sagte Ohrem. Sollte sich das ändern, greift die geplante Einzelhandelssteuerung. Dass gerade dieser Bereich durch den kommenden Innerstädtischen Erschließungsring interessant wird, stehe dabei außer Frage. Krätschmer betonte, dass der Bio-Markt auf dem ehemaligen Hölter-Gelände eine Ausnahme sei. Er spreche nur ein spezielles Nutzerpublikum an und erziele nicht die Wirkung eines Discounters, würde sich ein solcher an dieser Stelle befinden. Daher habe die Stadt grünes Licht für den Bio-Markt gegeben. "Wir wollen die Zentren nicht ausbluten lassen, sondern dem mit planungsrechtlichen Instrumentarien begegnen", erläuterte Krätschmer. "Überall kämpfen die Innenstädte darum nicht auszusterben. Die städtische Kernaussage in Viersen lautet, die Zentren zu stärken."

(RP)