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Viersen: Eine Sektion feiert

Viersen : Eine Sektion feiert

Was jahrelang beim "Familienduell" im Fernsehen die Massen begeisterte, verfehlt auch beim Sektionsfest der Sebastianus-Bruderschaft in Süchteln-Sittard seine Wirkung nicht. "Dabei haben wir gar nicht 100 Leute gefragt", verrät Maria Werle augenzwinkernd. "Aber immerhin 50 waren es und die Antworten haben wir dann einfach verdoppelt." Vor allem aber haben die "intensiven Recherchen" in der Nachbarschaft für jede Menge Lacher gesorgt. Denn ein Zebra ist kein farbenfrohes Tier und wer auf die Frage "Nennen Sie etwas, was Sie im Wald machen!" mit "Stöcke verkaufen" antwortet, der sorgt für allgemeine Erheiterung.

Aber Lachen ist ja nicht nur gesund, es verbindet auch. Genau das wollen die Schützen in der Sektion erreichen. "In unserer Satzung findet sich ja auch die Nachbarschaftspflege", erklärt General Arno Weyers. Da bieten Kaffee und Kuchen am Nachmittag und ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm am Abend die beste Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen.

Während die einen am Grill die Würstchen wenden und das Bierzelt sich langsam füllt, bereitet die Jugend der Bruderschaft langsam den Abend vor. Vier Wochen hat die Junge Garde für das Fest organisiert und nun jede Menge auf die Beine gestellt. Sogar eine eigene Cocktailbar mit selbst gemixten Köstlichkeiten gibt es. "Da hat die Jugend eine bemerkenswerte Eigendynamik entwickelt", lobt Weyers. "Darauf bin ich wirklich stolz." So viel Organisationstalent und gute Laune kann auch das schlechte Wetter nicht trüben. "Wenigstens ist es windstill", freut sich die Bruderschaft. "Und wenn die Hüpfburg zu nass zum Hüpfen ist, dann machen wir eben eine Kneippkur daraus."

Solchen Optimismus muss selbst Petrus belohnen: Gegen Abend verziehen sich die Regenwolken und als Musiker Roland Zetzen den Sektionsfeiernden aufspielt, sind die Nachmittagsschauer längst vergessen.

(RP)