Schwalmtal: Eine Halle für Achim Besgen

Schwalmtal: Eine Halle für Achim Besgen

Zum 85. Geburtstag machte die Gemeinde Schwalmtal dem ehemaligen Schulleiter ein besonderes Geschenk: Sie taufte die Aula des Gymnasiums St. Wolfhelm nach Dr. Achim Besgen, einem "Schwalmtaler Waldnieler".

Etwas "Schmissiges" hatte sich Dr. Achim Besgen vom Orchester des St. Wolfhelm-Gymnasiums zum Geburtstag gewünscht — und bekam mit "Wake me Up" genau das: ein tolles Ständchen und ein waches Publikum in der voll besetzten Aula des Gymnasiums, die künftig seinen Namen trägt. Eine besondere Überraschung hatten die "Oldies" der Theater-AG für den Jubilar parat. Denn die AG war in Besgens Zeit als Direktor gegründet worden. Und so waren viele, die damals zum ersten Team gehört hatten, gekommen, um für Besgen Auszüge aus der Geschichte des "kleinen Prinzen" zu spielen — vor einer beeindruckenden Sahara-Landschaft und einem intensiv leuchtenden Sternenhimmel, der deutlich machte, was die neue Technik in der Halle kann.

Der Schule Identität gegeben

Barbara Cloeters, Direktorin des St. Wolfhelm-Gymnasiums und einstige Schülerin, fand in ihrer Rede treffende Worte. "Namen sind Identitäten, Namen machen ansprechbar", sagte sie. Der Name der Aula solle einen Bezug zur Gemeinde und zum Schulzentrum haben, "und Sie haben unserem Gymnasium eine Identität gegeben." Auch der Schulchor erntete großen Applaus für Stücke wie "Surfin' USA" oder "Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln gehn".

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38 Jahre nach ihrer Einweihung hat die Aula des Gymnasiums nun mit "Achim-Besgen-Halle" einen Namen erhalten. Früher sei es üblich gewesen, dass man Persönlichkeiten erst nach ihrem Tode die Ehre erwies, Straßen oder Gebäude nach ihnen zu benennen, erzählte Bürgermeister Reinhold Schulz. Es sei heute jedoch sinnvoller, Persönlichkeiten dadurch Wertschätzung und Anerkennung zu erweisen, indem man mit ihnen gemeinsam die Namensgebung feiere. Die neue Multifunktionshalle, für deren Renovierung fast 650.000 Euro aufgebracht wurden, passe mit ihren Schwerpunkten Bildung und Kultur sehr gut zu Dr. Achim Besgen, stellte Schulz heraus. "Schon bald wird die ,Achim-Besgen-Halle' ein weiteres Markenzeichen für Schwalmtal sein, wie der Schwalmtaldom", so Schulz.

Der ehemalige Schuldirektor gab zu, erstmals sei er aufgeregt, obwohl er doch so viele Male in der Aula gesprochen habe. In seiner Rede erinnerte er an die Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte, auch an die Veränderungen, die damit einhergingen. "Es war eine große Herausforderung, diese Schule 22 Jahre lang zu begleiten", berichtete Besgen schmunzelnd, als er etwa erzählte, dass 1968 einmal die Oberstufe drei Tage gestreikt habe. Und weil 1958 auf seiner Urkunde gestanden habe, er sei "auf Lebenszeit Beamter der Gemeinde Waldniel", halte er es immer noch damit: "Ich bin immer noch hier." Er sei "ein Schwalmtaler Waldnieler", stellte Besgen klar, bevor das Publikum aufstand und lange und herzlich applaudierte.

(RP)
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