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Ein neues Haus für die Schwalmtalwerke

Bauprojekt in Schwalmtal : Ein neues Haus für die Schwalmtalwerke

Die Verwaltung der Schwalmtalwerke ist aus dem Rathaus Waldniel ausgezogen. Sie hat in ihrem eigenen Gebäude am Bauhof Haversloh jetzt deutlich mehr Platz. Im Rathaus werden die freien Büros renoviert und dann neu verteilt.

Im Februar 2019 wurde der Bau des neuen Verwaltungsgebäides für die Schwalmtalwerke begonnen, Ende Dezember war er fertig. Für die zwölf Mitarbeiter dürfte es der perfekte Start in das neue Jahr gewesen sein. Denn im eigenen Objekt gibt es nun ausreichend Platz. „Die Räume im Rathaus waren schon sehr beengt“, schildert Dirk Lankes, Geschäftsführer der Schwalmtalwerke. Ein weiterer Vorteil am neuen Standort: Kunden werden direkt vom Kundenbüro am Eingang zu den entsprechenden Mitarbeitern weitergeleitet. Und für die Mitarbeiter selbst gibt es jetzt  einen Besprechungsraum. Ob der Bau im prognostizierten Kostenrahmen von rund 1,4 Millionen Euro geblieben ist, kann Dirk Lankes nach dem Umzug noch  nicht sagen. Er geht allerdings davon aus, „auch wenn mir noch nicht alle Rechnungen vorliegen“.

Warum mussten die Schwalmtalwerke umziehen?

Die Verwaltungsmitarbeiter waren bisher in sechs Räumen im Rathaus am Waldnieler Markt untergebracht. Dort war es derart eng, dass „die Prokuristin des Wasserwerks kein eigenes Büro hatte“, schildert Dirk Lankes. Auch ein Besprechungsraum fehlte. Ebenso wie der Platz für einen weiteren Mitarbeiter, der aber dringend gebraucht wird. Dieser soll sich laut Lankes um die Kanaldatenanalyse kümmern.

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Warum hat es so lange gedauert, bis dass Bauvorhaben realisiert wurde?

Auch wenn der Bau selbst in weniger als einem Jahr stand: Die Planungen dazu gibt es schon viel länger. Erste Überlegungen für einen Umzug und Neubau gab es bereits 2017. Damals hatte Dirk Lankes selbst einen Entwurf gefertigt, die Kosten „unter einer Million Euro“ kalkuliert und in der Schwalmtaler Politik vorgestellt. Nach dem grundsätzlichen „Okay“ folgte die Detailplanung – und damit stiegen auch die Kosten, politische Diskussionen folgten. Für das Verwaltungsgebäude wurde die frühere Bauhof-Immobilie um ein Geschoss aufgestockt und erweitert.  Entstanden ist ein modern anmutendes Bürogebäude in den markanten Farben Weiß,  Grau und Dunkelrot. „Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, sagt der Geschäftsführer der Schwalmtalwerke. Auch wenn es einige „konstruktive Diskussionen“ mit dem Architekten gegeben habe. Lankes setzte sich etwa bei der Farben der Türzargen durch: sie sind nun dunkelrot statt dunkelgrau, wie zunächst vorgesehen.

Wer sucht eigentlich die Verwaltung der Schwalmtalwerke auf?

Laut Dirk Lankes gibt es unterschiedliche Kunden: Manche stellen ihre Fragen lieber persönlich, manche suchen Rat rund um den Kauf oder Verkauf einer Immobilie: „Und einige zahlen ihre Rechnungen  auch noch in bar“, sagt der Geschäftsführer der Schwalmtalwerke.

Was bedeutet der Auszug der Schwalmtalwerke für die Mitarbeiter im Rathaus Waldniel?

Auch die Verwaltungsmitarbeiter brauchen mehr Platz. Der entsteht durch den Auszug der Schwalmtalwerke.  Für das Waldnieler Rathaus ist laut Kämmerin Marietta Kaikos sowieso eine umfassende Sanierung und Modernisierung geplant; diese wurde bereits Ende 2019 gestartet. Der erste Schritt waren Investitionen in die IT-Anlage. Das Gebäude ist zu alt, zu eng und – besonders in den  Sommermonaten – auch zu warm. Geplant sind etwa neue Fenster, neue Türen, teilweise auch neue Möbel und die Sanierung einiger WC-Anlagen. Die Kosten hat Kaikos auf rund 490.000 Euro kalkuliert.

Steht die Raumverteilung der sechs leeren Büros schon fest?

Nein“, sagt Marietta Kaikos. Die Räume würden jetzt erstmal von Grund auf renoviert; zurzeit wird dort gestrichen. Ein Büro soll für den Bürgerservice, ein weiteres als Besprechungsraum für die Mitarbeiter genutzt werden.