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Viersen: Ein Impuls für die Seele des Rintgens

Viersen : Ein Impuls für die Seele des Rintgens

Mit einem symbolischen Spatenstich gab Viersens Bürgermeister Günter Thönnessen den Startschuss für die Umgestaltung des Gereonsplatzes. Die Stadt plant bis zum Frühjahr 2015 fertig zu sein.

"Wir alle erleben hier heute einen ganz besonderen Augenblick. Die Seele des Rintgen erhält einen Impuls." Dieser Begrüßung ließ der Viersener Bürgermeister Günter Thönnessen Taten folgen: Mit dem ersten symbolischen Spatenstich startete er das lang geplante Projekt zur Umgestaltung des Gereonsplatzes.

In den nächsten Monaten wird dort die Fahrbahn von einer Seite auf die andere verlegt, um auf diesem Weg auf der Sonnenseite mehr Platz für Außengastronomie zu schaffen. Verlief die Straße bis jetzt auf der sonnigeren Seite, so wird dies in Zukunft genau umgekehrt sein. Das zentrale Element der Neugestaltung ist eine großzügige wassergebundene Fläche in der Platzmitte, bei der es auch zu neuen Baumanpflanzungen kommt. Dieses längliche Band steht im Mittelpunkt, wobei in Zukunft der hintere Teil des Gereonsplatzes gestalterisch besser mit dem vorderen Bereich verknüpft wird.

Auch die Übergangsbereiche zur Gereonstraße sowie zur Großen Bruchstraße erhalten eine verbesserte Anbindung. Die Neugestaltung ist komplett barrierefrei angelegt. An der Anzahl der Parkplätze ändert sich nichts. Sie bleibt bestehen, wenngleich die Autostellplätze in einer platzsparenderen Variante neu angelegt werden.

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Der planende Architekt Frank Pflüger sprach davon, dass man sich gemeinsam mit den Bürgern auf die Couch gesetzt habe, um zu gestalten. "Im stillen Kämmerlein ist nichts geplant worden", betonte er.

Große Erwartungen setzt auch Jürgen Cleven, Direktor der Volksbank Viersen, in die Umgestaltung. "Wir haben ein großes Interesse daran, dass das Umfeld vernünftig gestaltet wird und getreu nach dem genossenschaftlichen Prinzip, bei dem viele Hände mitarbeiten, haben wir uns auch finanziell eingebracht", sagte Cleven.

Was sich in der Südstadt bereits alles getan hat, das konnten die Besucher bei einem anschließenden Rundgang erfahren. Das wohl größte und umfangreichste Projekt ist der Innere Erschließungsring, der das Teilstück zwischen dem Kreisverkehr Gladbacher Straße/Hohlstraße und der Freiheitsstraße verbindet und somit das Rintgen entlastet.

An der Heierstraße erinnerte Thönnessen daran, wie der Bereich, in dem heute das Haus der Caritas steht, einst ausgesehen hatte. "Es war furchtbar. Heute steht hier stattdessen ein hochmodernes Gebäude mit vielen Funktionen", sagte der Bürgermeister. Dazu kommt der umgestaltete Festhallenvorplatz, der nun ein geschmackvolles Entre bildet, sowie der ebenfalls umgestaltete Lyzeumsgarten. Das einstige, nahezu abrissreife Kutscherhaus, das heute in neuem Glanz erstrahlt, die Heimbachstraße, die nun das Stadtarchiv, das Gewächshaus für Jungunternehmer und attraktives Wohnen mitten in der Innenstadt anbietet - Thönnessen sprach von einem großen Sprung innerhalb von acht Jahren. Was ihn besonders freute: Neben der öffentlichen Hand investierten auch viele Privatleute in der Südstadt.

Der Quartiersrundgang führte danach an der evangelischen Kirche, dem alten Friedhof und dem Casinogarten vorbei. Auch in diesen Bereichen erfolgten Umgestaltungen über das Bundes-Länder-Programm "Soziale Stadt". Wie bei den vorausgegangenen Förderungen gilt auch beim Gereonsplatz, dass 80 Prozent der Kosten aus den Fördermitteln des Programms erfolgen. Insgesamt liegen die Baukosten für den Platz bei 525 000 Euro.

(tref)