Ein Abend für den Heimatdichter Heinz Luhnen aus Viersen-Dülken

Liederabend in Dülken : Hommage an den Heimatdichter Heinz Luhnen

Eine Hommage an den Dülkener Heimatdichter Heinz Luhnen, der am 25. Mai seinen 125. Geburtstag gefeiert hätte, hatten sich Cony und Peter Ringendahl vorgenommen und begrüßten nun rund 70 Gäste, meist ältere Dülkener, im Dülkener Hof.

Ehrengäste waren der Sohn Heinz Luhnen junior und seine Familie. Peter Ringendahl hatte viele der bekannten Lieder von Heinz Luhnen neu arrangiert, moderner und besser zu singen. Die hat er auf eine CD gebrannt, aber das erste Lied hat er geschrieben und komponiert: „E Stöck von Dölke“, denn nicht nur für ihn war Heinz Luhnen ein Stück von Dülken, der Stadt, in der dieser heimisch war.

Abwechselnd lasen Cony und Peter Ringendahl die Lebensgeschichte von Heinz Luhnen vor. „Wir können viel erzählen von dem, was man im Herzen hat. Auch Heinz Luhnen ist ein Stück Dülken, weil jeder seine Lieder kennt.“ Mit 15 Jahren erblindete Luhnen, dieser Schicksalsschlag führte ihn zur Musik, in Düren erlernte er die Blindenschrift. Noten schrieb er nach Gehör, die Texte in Blindenschrift. Beides übergab er einem Notenschreiber. In seinem Haus am Hühnermarkt 16, das endlich wohl einen neuen Besitzer gefunden hat, betrieb er bis zu seinem Tod 1961 eine Musikalienhandlung.

Zu den Liedern, die Ringendahl sich vorgenommen hat, gehören vor allem Karnevalslieder für Dülkener und ihre Vereine. Diese hat der Verkehrs- und Verschönerungsverein Dülken gesammelt und 2011 zum 50. Todestag von Heinz Luhnen als Buch herausgegeben, das Cony Ringendahl auch an diesem Gedenktag zum Verkauf anbot. In den Pausen zwischen den Liedern der CD, deren Refrains vom Publikum so begeistert mitgesungen wurden, sahen alle, dass auch Heinz Luhnen junior sich herzlich freute.

Humor, Frohsinn und Optimismus trotz seiner Sehbehinderung bestimmten das Leben von Heinz Luhnen. Er setzte mit seinen Liedern den Dülkenern Denkmäler wie „De Doelker send verröck“, „Du liebe alte Mühle“, und wurde dafür von der Narrenakademie vielfach geehrt. Luhnen heiratete 1927 die Dülkenerin Auguste Brandel und hatte mit ihr zwei Kinder. Sein wohl bekanntestes Lied erklang zum Abschluss. Ringendahl brachte den Text in Balladenform, dann sangen alle lautstark die Dülkener Hymne: „Gloria tibi Dülken“ und bedankten sich mit herzlichem Beifall für diesen Abend.

(flo)
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