Neujahrsempfang in Brüggen Ehrung und Emotionen beim Empfang

Brüggen · Selten war ein Neujahrsempfang in Brüggen derart optimistisch: Bürgermeister Frank Gellen (CDU) stellte Projekte für 2023 vor und zeichnete Dorothee Peters mit der Ehrenplakette aus. Nur eine Gelegenheit für Freudentränen.

Ein Neujahrsempfang voller Emotionen in Brüggen
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Ganz viel Glück in der Burggemeindehalle

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Foto: Daniela Buschkamp

Ein Plüschschwein am Rednerpult von Bürgermeister Frank Gellen (CD), Glückwünsche vom Schornsteinfeger Thomas Kroll, Glücksklee und eine Saatmischung für die Gäste sowie Glücksferkel für die Kinder und Jugendlichen der Gesamtschule Brüggen sowie eine vor Glück weinende Trägerin der Ehrenplakette: So viel Glück und so viele Glückwünsche hat es bei einem Neujahrsempfang der Gemeinde Brüggen wohl selten gegeben. Zu den emotionalsten Momenten gehörten das Geburtstagsständchen für Julia Kaczmarczyk, das die mehr als 250 Gäste in der Burggemeindehalle anstimmten, und die Auszeichnung von Dorothee Peters mit der Ehrenplakette: „Ich nehme diese Auszeichnung für alle Ehrenamtler entgegen“, sagt die Brachterin auf der Bühne. Auch die Lieder, die unterschiedliche Bands der Gesamtschule Brüggen spielten, ließen die Zuschauer immer wieder begeistert applaudieren.

In einer kurzen Rede nannte der Bürgermeister zentrale Themen in der Burggemeinde, die anstehen: So verwies er auf eine Förderung in Höhe von 20 Millionen Euro in den kommenden acht Jahren, die für unterschiedliche Projekte im Brüggener Zentrum verwendet werden können. Dazu gehören auch die umstrittene Umgestaltung des Kreuzherrenplatzes  und die Fällung des Silberahorns, aber auch eine neue Beleuchtung in der Fußgängerzone, die Erweiterung des Rathauses in Brüggen oder die Umgestaltung des Nikolausplatzes. Nach dem integrierten Handlungskonzept in Bracht stehe es jetzt für Brüggen an, Born wolle man dabei nicht vergessen, so Gellen.

Zudem stehe die große Baustelle am Kreisverkehr L 221/Borner Straße vor der Fertigstellung. Die folgende Sanierung der Borner Straße  werde einen Unfallschwerpunkt für Radfahrer ausräumen. Am 27. Februar werde zudem das Hallenbad wieder öffnen. Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine habe viele Menschen fliehen lassen, auch in die Gemeinde Brüggen. Brüggen habe ihnen eine Heimat geboten. Vielleicht könnten diese Menschen dazu beitragen, den Fachkräftemangel zu verringern. „Lassen Sie uns zusammenwachsen, statt diese Situation als Belastung wahrzunehmen“, appellierte Gellen. Zudem betonte er, wie wichtig die interkommunale Zusammenarbeit mit Niederkrüchten und Schwalmtal, aber auch die internationale Kooperation mit Beesel sei. Das interkommunale Bad thematisierte Gellen nicht.

Über Dorothee Peters, die für die Ehrenplakette vorgeschlagen wurde und die die notwendige Stimmmehrheit der Ratsmitglieder erhielt, sagte Gellen: „Sie ist eine Frau, die mir auch schon den Kopf gewaschen hat.“  Er kenne kaum einen optimistischeren Menschen, der so vielfach aktiv sei und  jedem Menschen die volle Aufmerksamkeit schenke: „Du bist toll“, sagte er. Die verheiratete Familienmutter begleitet etwa Kommunionkinder und Firmlinge, kümmert sich um Menschen im Krankenhaus oder unternimmt mit Senioren aus dem Altenheim  Spaziergänge. Peters engagiert sich zudem als Sterbebegleiterin im Verein Zapuh Grenzland, ehrenamtliche Gemeindeschwester und für den Verein „Burundi-Hilfe“;  zudem öffnet sie die Kapelle auf ihrem Grundstück für Nachbarn oder organisiert den lebendigen Adventskalender in Alst. Sie ermunterte jeden, „sein Leben kreativ, bunt und vielfältig zu führen“. 

Sichtlich gerührt nahm Dorothee Peters Ehrenplakette und Urkunde von Bürgermeister Frank Gellen entgegen. Peters wurde für ihr vielfältiges Engagement in Pfarre und Gemeinde  gewürdigt.

Sichtlich gerührt nahm Dorothee Peters Ehrenplakette und Urkunde von Bürgermeister Frank Gellen entgegen. Peters wurde für ihr vielfältiges Engagement in Pfarre und Gemeinde  gewürdigt.

Foto: Daniela Buschkamp
 So ein Ständchen hat Julia Kaczmarczyk zu ihrem Geburtstag am 13. Januar wohl noch nie erlebt.

So ein Ständchen hat Julia Kaczmarczyk zu ihrem Geburtstag am 13. Januar wohl noch nie erlebt.

Foto: Daniela Buschkamp
 Martin Plum,  Vize-Bürgermeister Günter Wynen, Christian Wolters, Andreas Gisbertz, Kalle Wassong (v.l.).

Martin Plum,  Vize-Bürgermeister Günter Wynen, Christian Wolters, Andreas Gisbertz, Kalle Wassong (v.l.).

Foto: Daniela Buschkamp
Drei der vielen Vereinsvertreter: Jungfrau Christian Kroschinski, Prinz Stephan Moers, Bauer Kevin Simons.

Drei der vielen Vereinsvertreter: Jungfrau Christian Kroschinski, Prinz Stephan Moers, Bauer Kevin Simons.

Foto: Daniela Buschkamp

Frank Gellen hatte sich bei der Begrüßung gefreut, nach der Corona-Pandemie endlich wieder zu einem Neujahrsempfang in die Burggemeinde einladen zu können. Neben Lokalpolitikern waren auch Vereinsvertreter aus Karneval, Sport und Feuerwehr, von Schulen, aus der Kultur  und öffentlichem Leben anzutreffen; aus der Partnergemeinde Beesel kam Bob Vostermans mit einer Delegation, aus Berlin der Viersener CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Plum, Landtagsabgeordneter Dietmar Brockes (FDP) sowie die Bürgermeister-Kollegen Andreas  Gisbertz (Schwalmtal, CDU) und Kalle Wassong (Niederkrüchten, parteilos).

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