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DRK Niederkrüchten war beim Waldbrand De Meinweg stark gefordert

Niederkrüchten : Bis zu 1000 Einsatzkräfte am Tag versorgt

Für das DRK Niederkrüchten war der Heide- und Waldbrand De Meinweg der größte und längste Einsatz seit vielen Jahren. Alles hat gut geklappt, auch wenn es für alle Beteiligten eine große Herausforderung bedeutete.

Fürs Rote Kreuz war es der größte und längste Einsatz seit Jahren. Denn beim Wald- und Heidebrand im Nationalpark De Meinweg kam neben der Feuerwehr auch das Deutsche Rote Kreuz zum Einsatz. Die Ortsgruppe Elmpt war mit rund 20 Personen vertreten. Im Schichtdienst sorgten die Ehrenamtler für die Versorgung und Verpflegung aller Feuerwehrleute, teils bis zu 1000 Personen am Tag. Als Einsatzeinheit wurden mit dem DRK Brüggen zusammen 750 Einsatzstunden während des Brandes absolviert.

„Für zwei unserer Mitglieder war es der erste Einsatz überhaupt. Eine Mitstreiterin hatte gerade vom Jugend-Rot-Kreuz in die Mannschaft gewechselt“, erzählt Natascha Römer, stellvertretende Vorsitzende des Ortsverbands Niederkrüchten des DRK. Beide seien überwältigt gewesen, wie groß der Einsatz war und begeistert, dass sie mithelfen durften. Während die Feuerwehren mit der Brandbekämpfung beschäftigt waren, wurde das DRK am Abend des ersten Einsatztages zur Versorgung der Einsatzkräfte angefordert. Nach dem Aufbau des Versorgungszeltes auf einer grenznahen Wiese, standen der Verpflegungs- und Materialtransport an. Neben Lebensmitteln und Getränken für die Feuerwehr, mussten auch Mittel zur Eigensicherung an den Einsatzort gebracht werden, teils aus dem eigenen Lager, teils aus dem Getränkemarkt – auch nachts. „Wir haben auch die Feuerwehrleute versorgt, die aus dem Brandgebiet nicht wegkamen. Natürlich wurde auch die medizinische Versorgung sichergestellt“, beschreibt Markus Knoblauch, Zugführer der Einsatzeinheit. „Bis auf kleine Blessuren und einer Rauchgasvergiftung sind uns keine größeren Vorfälle bekannt.“

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Ein ortsansässiger Caterer wurde beauftragt, warme Mahlzeiten – teils für 500 Leute gleichzeitig – zu liefern. Einkaufslisten wurden geschrieben, in Absprache mit der Feuerwehr. Teller, Tassen, Kaffeemaschine, Einkocher und vieles mehr, mussten stets zur Verfügung stehen. Die 24-Stunden-Verpflegung umfasste Frühstück, Mittagessen, Nachmittagssnack, Abendessen und einen Mitternachtssnack und wurde auch mit Unterstützung durch den Malteser Hilfsdienst und DRK-Mitgliedern aus dem ganzen Kreis gewährleistet – insgesamt rund 100 Kräfte. „Seit Jahrzehnten war es der größte und längste Einsatz“, so Markus Knoblauch. Während der Einsatzwoche kamen viele Hilfsangebote aus der Bevölkerung, vom Auto über Benzin bis zum Kuchen wurde vieles angeboten oder zur Verfügung gestellt.

Am Einsatz beteiligt war auch der neue, noch nicht eingesegnete Rettungswagen, der erst seit Dezember 2019 zur Verfügung steht und der beim Tulpensonntagszug seinen ersten Einsatz hatte. „Wir sind sehr zufrieden, wie sich unsere Mitglieder im Einsatz verhalten haben“, lobt Natascha Römer. Das DRK würde sich freuen, wenn solch ein Einsatz auch gezeigt hat, wie wichtig das Ehrenamt beim DRK ist und lädt ein, der Ortsgruppe beizutreten. „Unser Hobby kostet kein Geld und das Tätigkeitsfeld ist abwechslungsreich und vielfältig. Die einzige Voraussetzung ist Motivation“, betont Yvonne Jeurißen, Vorsitzende des DRK Ortsverbands Niederkrüchten.