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Drei Klimaschutzprojekte in Brüggen ausgezeichnet

Umweltschutz in Brüggen : Drei Klimaschutzprojekte ausgezeichnet

Der erste Platz ging an den Gemeindekindergarten Born für sein umfangreiches Projekt zum Thema Wasser. Die 25 Mädchen und Jungen im eingruppigen Kindergarten haben unter anderem experimentiert, in einem Tümpel geforscht und Musik gemacht.

Die drei Sieger des Klimaschutzpreises 2020 stehen fest: Der eingruppige Gemeindekindergarten Born sicherte sich den ersten Platz (Preisgeld: 500 Euro) für sein Projekt „Wasser ist mehr als nass“. Das Jugendzentrum Second Home und der Verein Betreute Grundschule sind die Zweitplatzierten (300 Euro) mit ihren nachhaltigen Verschönerungsideen für den Schulhof. Der dritte Platz (dotiert mit 200 Euro)  ging an den Kindergarten Kunterbunt für sein Projekt „Vom Lebensmittel zum Kompost“.

Das Unternehmen Westenergie lobt in NRW, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen seit dem Jahr 1995 einen Preis für Klimaschutzprojekte aus. In Brüggen wird die mit insgesamt 1000 Euro dotierte Auszeichnung seit 2016 vergeben. Im vergangenen Jahr wurden die Luftlotsen der Kreuzherrenschule und der  Umweltrat der Gesamtschule Brüggen ausgezeichnet. Für den Klimaschutzpreis 2020 gab es sechs Bewerbungen.

„Das Projekt ,Wasser ist mehr als nass’ war besonders umfangreich und wirksam, da es auch das Verhalten zu Hause beeinflusst“, begründet Brüggens Klimaschutzmanagerin Renate Kirsch die Entscheidung der Jury. Die 25 Mädchen und Jungen im eingruppigen Kindergarten Born haben rund um das Thema Wasser experimentiert, in einem Tümpel geforscht, Musik gemacht, gesungen und sich bewegt. Sie legten auch ein Hochbeet mit Wildblumensamen an, die von ihnen gegossenen Wildblumensamen wuchsen. Auch die Eltern wurden in das Thema miteinbezogen, um einen sparsamen Umgang im eigenen Zuhause zu fördern. Ein Beispiel: Viele würden das Wasser während des Zähne putzens laufen lassen. Die Borner Kita-Kinder machen das nun nicht mehr, weil das Wasser damit verschwendet wird. „Wasser zieht Kinder magisch an. Das war ein Erfolgsschlüssel für das Projekt“, sagt Kindergartenleiterin Susanne Frenken stellvertretend für das fünfköpfge Team. Mit dem Preisgeld könne man das Projekt nun fortsetzen. Ein neuer Aspekt  könne die Wasserproblematik in Entwicklungsländern sein.

Das Jugendzentrum Second Home und die Betreute Grundschule verwandeln den Pausenhof in eine naturnahe Fläche. Eine Outdoorlounge ist bereits fertig, nun sollen ein Garten sowie Kräuter- und Gemüsebeete angelegt werden. Zudem werden mobile Behälter mit Pflanzen vor den Fassaden bestückt. Durch die Aktionen sollen die Kindern und Jugendlichen mehr über den Anbau von heimischem Gemüse erfahren.

Im Kindergarten Kunterbunt wurden innerhalb von zwei Wochen ein Hochbeet angelegt und ein Komposter aus alten Dachlatten gebaut. Der entstandene Kompost wird als Dünger für die Erdbeeren im Hochbeet verwendet.