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Viersen: Die SPD will mehr Bürgerbeteiligung

Viersen : Die SPD will mehr Bürgerbeteiligung

Ideen, Vorschläge oder Problemlösungen: Sabine Anemüller, Bürgermeisterkandidatin der Sozialdemokraten in der Kreisstadt, möchte die Viersener in aktuelle Planungen künftig enger einbeziehen.

Der Neujahrsfrühschoppen der Viersener SPD stand ganz im Zeichen von Sabine Anemüller. Die Bürgermeisterkandidatin nutzte die Gelegenheit sich, sowie ihre Wünsche und Pläne für Viersen, vorzustellen. Ihr zentrales Stichwort ist dabei die Bürgerbeteiligung. "Bürgerbeteiligung ist nicht einfach zu organisieren. Reine Bürgerinformationsveranstaltungen, in denen nur Lösungen angeboten werden, wollen wir nicht. Die Bürger sollen am städtischen Geschehen beteiligt werden. Beteiligung heißt am Entstehungs-Prozess beteiligt zu sein. Bürger und ihre Meinung sind nicht lästig", hob die 51-Jährige hervor. Anemüller forderte die Bürger auf, sich an sie zu wenden, sie anzusprechen und ihr Ideen, Vorschläge oder gar Problemlösungen zu unterbreiten.

Nichtsdestotrotz müsse zukünftig das Ziel der Sparsamkeit über allem stehen. Der mit einer zehn Jahresplanung versehene Haushalt der Kreisstadt soll schließlich in den Jahren 2020/21 zu einem ausgeglichenen und schuldenfreien Haushalt führen. Trotz des Sparwillens soll Viersen lebens- und liebenswert bleiben. Das hohe Niveau der Leistungen soll erhalten bleiben und möglichst qualitativ ausgebaut werden. Für Anemüller gehört dazu, die begonnenen baulichen Maßnahmen zu Ende zu führen und weiter zu entwickeln. Die Viersenerin hob den Bau des Erschließungsrings und den neu gestalteten Festhallenvorplatz hervor. Zudem freut sie sich auf den geplanten Umbau des Bahnhofvorplatzes und den Gereonsplatz. Wobei sie Letzteren als Paradebeispiel für Bürgerbeteiligung bezeichnete. Anemüller sprach von gut investiertem Geld, das dem Image-Gewinn Viersens diene.

Und es gebe weitere Aufgabenfelder: Von der Dülkener Innenstadt und der Ansiedlung eines Edeka-Marktes über Süchteln mit seinem Entscheidungsdilemma, wo viele Interessen unter einen Hut gebracht werden müssen, bis nach Boisheim, das an seinem DORV-Konzept arbeitet. "Wir sind eine Stadt, aber jeder Stadtteil, mit seinem individuellen Charme, hat Anspruch auf einen lebendigen Ortskern mit Wohnen, Leben und Einkaufen", sagte Anemüller. Wichtig ist ihr trotz des Sparkurses die Sozialpolitik und die Politikerin setzt darauf, dass mehr Hilfen vom Bund eingehen, gerade, was die Unterbringung und medizinische Versorgung von Flüchtlingen angeht. Kulturelle Angebote wie das Jazz-Festival oder "Eier mit Speck", die weit über Viersen hinaus bekannt sind, sollen ebenfalls erhalten bleiben.

Die Unterstützung von Familien, ganzheitliche Schulbildung, Wohnraumsanierung und das Schließen von innerstädtischen Baulücken sowie die Unterstützung der Wirtschaftsförderung - Anemüller stellte fest, dass noch viel zu tun ist. "Ich bin bürgernah, teamorientiert und motiviert. Ich möchte eine gesunde städtische Finanzsituation erreichen, um auf allen Ebenen handlungs- und entscheidungsfähig zu sein. Viersen soll eine soziale und familienfreundliche Stadt mit Bildungschancen für alle und ein wirtschaftfreundlicher Standort mit Arbeitsplätzen für viele werden", sagte sie. Doch diese Ziele könnten nur gemeinsam umgesetzt werden.

(tref)