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Die SPD Viersen will Eltern von Kita-Beitragspflicht für Juni und Juli befreien

Corona in Viersen : SPD will Eltern von Kita-Beiträgen im Juni und Juli befreien

Die Viersener SPD fordert eine vollständige Befreiung von Elternbeiträgen für Kindertagesstätten und Offene Ganztagsbetreuung für die Monate, in denen nur eine eingeschränkte Regelbetreuung angeboten wird.

Betroffen von der beantragten Änderung wären nach aktuellem Stand die Monate Juni und Juli. Zurzeit ist geplant, dass Eltern die Hälfte der Beiträge in diesen beiden Monaten selbst tragen müssen. Für die Monate Juni und Juli hatten sich das Land NRW und die Kommunen darauf verständigt, dass das Land 25 Prozent der Kosten trägt und die Kommunen ebenfalls 25 Prozent übernehmen. Für die Eltern bliebe demnach ein Restbeitrag von 50 Prozent.

„Für uns ist diese Regelung unverständlich. Sie entspricht nicht unserer Vorstellung von familienfreundlicher Politik“, erklärte SPD-Ratsfrau Annalena Rönsberg. „Gerade Familien sind von der aktuellen Situation besonders betroffen und zum Teil finanziell stark belastet“, erklärte die Vorsitzende des Sozialausschusses. Rönsberg: „Eltern waren in den vergangenen Wochen enorm gefordert, um Familie und Beruf in Einklang zu bringen und werden es auch in den kommenden Wochen sein.“ Da bis zum Schulbeginn noch keine Regelbetreuung in Aussicht gestellt ist, will Viersens SPD die Eltern weiterhin zu 100 Prozent von Elternbeiträgen entlasten. Das Land NRW soll 25 Prozent der Kosten tragen, die Stadt Viersen 75 Prozent. „Es gibt bereits andere Kommunen, die mit gutem Beispiel vorangegangen sind und diesen Beschluss gefasst haben“, so Rönsberg. Die zusätzlichen Kosten könnten als coronabedingte Ausgaben über 50 Jahre abgeschrieben werden.

Der Stadtrat hatte für die Monate April und Mai beschlossen, 50 Prozent der Elternbeiträge für Kita, Tagespflege, OGS und die „8 bis 1“-Betreuung zu übernehmen. Die anderen 50 Prozent trägt das Land.

(mrö)