Die Kirche St. Cornelius Dülken lädt ein

Für Kinder: Einmal in das Innere einer Stockmann-Orgel schauen

Seit 2014 ist Giovanni Solinas Kirchenmusiker in St. Cornelius. Der vorzügliche Organist begnügt sich nicht damit, auf seinem geliebten Instrument zu spielen. Er macht sich auch Gedanken, wie er die Zahl der Orgelfreunde vergrößern kann.

Dazu gehört, dass man Bau und Funktionsweise einer Orgel kennen lernt.

Die große Stockmann-Orgel der Cornelius-Kirche in Dülken bietet sich für Demonstrationen geradezu an. Mehrfach fanden in der Kirche Aufnahmen des WDR statt, renommierte Organisten wie Wolfgang Seifen gaben hier Konzerte, 1997 spielte Johannes Matthias Michel auf der Orgel eine vorzügliche CD mit Orgelwerken von Sigfrid Karg-Elert ein. Jetzt will Solinas Kindern das Wunderwerk Orgel näher bringen, zuerst gewissermaßen „in geschlossener Gesellschaft“, danach öffentlich. Dann sind alle eingeladen, Kinder, Eltern, Großeltern und Interessenten aller Alterstufen. 600 eingeladene Schulkinder kommen am Freitag, 22. Juni. Am Sonntag, 24. Juni, um 17 Uhr, öffnet die Pfarrkirche St. Cornelius ihre Tore für Groß und Klein, für Kinder und Familien.

Es wird auch ins Innere der Orgel geschaut. Dabei wird die moderne Technik helfen. Neun Kameras sind installiert. Auf einer großen Projektionswand in der Kirche werden die technischen Apparaturen, die Orgelpfeifen und der Spieltisch mit seinen vier Manualen, den Pedalen und den Registern gezeigt. Ein Orgelsachverständiger wird das Gesehene verständlich erklären. Die große Orgel wurde 1963 von der Firma Stockmann aus Werl gebaut und 2006 restauriert. Sie enthält 66 Register.

So virtuos wie der 1986 auf Sardinien geboren Giovanni Solinas zu spielen, erfordert natürlich eine gründliche Ausbildung; der Dülkener Organist erhielt sie unter anderem während seines Studiums in Genf. Nicht schwer ist es dagegen, einfach mal einige Töne zu erzeugen. Das wird der sechsjährige Casper Funck zeigen. Klavier- oder Orgelunterricht hatte er bis jetzt noch nicht. Wenn er Fragen hat, wird Solinas sie ihm beantworten. Kinder, die auch einmal eine Orgel zum Klingen bringen möchten, werden dazu Gelegenheit bekommen.

Der russische Komponist Sergei Prokofieff zeigt in „Peter und der Wolf“, wie verschieden die Instrumente eines Orchesters klingen. Manche Kinder kennen das musikalische Märchen vielleicht schon, aber nicht so, wie sie es hier hören werden. Solinas hat das Werk für Orgel und Saxophon-Quartett bearbeitet, da lassen sich Vogel, Ente, Katze und Wolf auch sehr genau unterscheiden. Aus Mailand kommt das „Vagues Saxophone Quartet“. Den Part des Erzählers übernimmt Harald Hüller.