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Viersen: Die Grippewelle ist im Anmarsch

Viersen : Die Grippewelle ist im Anmarsch

In Deutschland beginnt die Grippesaison 2013 laut Robert-Koch-Institut früher als erwartet: Die Infektionszahlen steigen kontinuierlich. Doch noch ist es nicht zu spät, sich vor der Influenza zu schützen, sagen die Viersener Apotheker.

Schutz vor der Influenza bietet eine Grippeimpfung, die die Apotheker in Viersen insbesondere Menschen mit einem erhöhten Risiko für die Erkrankung empfehlen. So rät Dr. Joachim Kresken, Pressesprecher der Apotheker im Kreis Viersen, insbesondere älteren, chronisch kranken und immungeschwächten Menschen sowie Schwangeren, sich noch impfen zu lassen. "Je früher die Impfung erfolgt, desto besser. Denn nach der Spritze dauert es noch etwa zwei Wochen, bis ein wirksamer Schutz besteht", erläutert Kresken.

Das Grippevirus wird von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion übertragen. Typisch für eine Influenza ist der plötzliche Beginn mit schwerem Krankheitsgefühl und hohem Fieber. Da Grippeviren ihre äußere Form und ihre Eigenschaften permanent ändern, kann der Mensch keine Immunität entwickeln. So erkennt das Immunsystem bei einer wiederholten Infektion die veränderten Viren nicht und verfügt infolgedessen über keine Abwehrmöglichkeiten.

Die Erkrankung ist mit dem Beginn der ersten Krankheitszeichen und bis sieben Tage nach dem Ausbruch äußerst ansteckend. Zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit liegen maximal zwei oder drei Tage.

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Mit ein paar einfachen Vorsichtsmaßnahmen allerdings lasse sich eine Infektion vermeiden, so der Pressesprecher. Die Apotheker im Kreis Viersen raten generell zu häufigem und gründlichem Händewaschen sowie dazu, in die Armbeuge oder in ein Einmaltaschentuch zu niesen oder zu husten. Verhaltensregeln, die Eltern auch ihren Kindern so früh wie möglich beibringen sollten. Sind Familienmitglieder erkrankt, hilft schon häufiges Lüften, um einen Teil der in der Luft wabernden Viren zu verbannen.

Antibiotika können bei einer Influenza nicht helfen, da Viren — und nicht Bakterien — die Grippe auslösen. Antibiotika sind aber dann einzusetzen, wenn eine bakteriell bedingte Folgeerkrankung einer Grippe, beispielsweise eine Lungenentzündung, aufgetreten ist.

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(RP/rl)