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Der Waldbrand bei Niederkrüchten fordert weiterhin die Feuerwehr

Waldbrand bei Niederkrüchten : Waldbrand: Kampf gegen Glutnester

Aufkommender Wind hat am Donnerstag das Feuer wieder angefacht. Auf deutscher Seite waren zu keiner Zeit Gebäude in Gefahr, sagt Bürgermeister Kalle Wassong. Die Einsatzleitung hat neue Kräfte alarmiert.

Am Donnerstag hat sich die Lage bei den Heide- und Waldbränden im niederländischen Nationalpark De Meinweg an der Grenze zu Niederkrüchten verschärft. Insbesondere am Vormittag war die Lage brenzlig, als offene Bodenfeuer loderten, die der aufkommende Wind entflammte. Der Wind drehte auf Südost, trieb die Flammen auf die Grenze zu, sagte Kreisbrandmeister Rainer Höckels. Dort stehen auf deutscher Seite leicht entflammbare Kiefernbestände.

Die unterirdischen Glutnester und der Wind in Richtung deutscher Grenze machten den Einsatzkräften bei den Heide- und Waldbränden auch am Nachmittag immer noch zu schaffen. Die teilweise tief in der Erde sitzenden Glutnester drohen durch den Wind neu entfacht zu werden. Der Funkenflug könnte schlimmstenfalls die leicht entflammbaren Kiefernbestände in Brand setzen. „Es bleibt uns nichts anderes übrig, als die Brandnester mit Kräften am Boden zu bekämpfen“, sagte Kreisbrandmeister Rainer Höckels. Das bedeutet: Feuerwehrleute mit 20-Liter-Löschrucksäcken machen sich mit Spitzhacken auf den Weg ins Gelände. Dort hacken sie den Boden auf und löschen die unterirdische Glut. „Das ist kräftezehrend und zeitaufwändig, aber aktuell die einzige Möglichkeit.“ Acht dieser Ausrüstungen waren am Donnerstagnachmittag bereits vor Ort. 50 weitere Löschrucksäcke sind zeitnah geliefert worden. Gegen Abend lösten neue Kräfte aus dem Ruhrgebiet und lösen die lokalen Wehren ab. Parallel erstellten die Einsatzkräfte einen Wundstreifen rechts und links neben dem Wassergraben, der die Grenze darstellt. Die Uferböschung wird auf je drei Meter mir landwirtschaftlichem Gerät aufgepflügt und mit Wasser getränkt. Dabei helfen die Lohnunternehmer aus dem Kreis Viersen. „Ansässige Lohnunternehmen und Landwirte setzen eigene Fahrzeuge ein, um unsere Einsatzkräfte zu unterstützen“, sagte Landrat Andreas Coenen (CDU). „Das weiß ich sehr zu schätzen, denn eine solche Hilfsbereitschaft ist nicht selbstverständlich.“ Auf niederländischer Seite löschen weiterhin die Löschhubschrauber des Militärs die Brandherde aus der Luft.