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Viersen: Der Erschließungsring ist nun frei

Viersen : Der Erschließungsring ist nun frei

Der Verkehr rollt schon, jetzt folgt die offizielle Eröffnung. Am 30. Mai wird die Stadt Viersen das letzte Teilstück des Inneren Erschließungsring mit einem bunten Programm feierlich freigeben.

Als einen Ring der Möglichkeiten bezeichnet Viersens Bürgermeister Günter Thönnessen den Innerstädtischen Erschließungsring (IER), der jetzt mit der Fertigstellung des letzten Teilstücks seinen Abschluss gefunden hat. "Der IER bringt neben der Entlastung, vor allen Dingen für die Große Bruchstraße, auch andere Qualitäten mit. Er ist ein Boulevard für Radfahrer und Fußgänger, da er für sie ebenfalls viel Platz mitbringt", bemerkt Thönnessen.

Der Ring verfügt über einen durchgehenden, die Stadt erschließenden Radweg. Seine dichte Begrünung, in den neuen Teilen durch weitere Baumanpflanzungen fortgesetzt, trägt das übrige zum Boulevard-Charakter bei und sorgt zudem für ein gutes Stadtklima.

Einen anderen Aspekt sieht Beatrice Kamper, die Technische Beigeordnete der Stadt Viersen. "Wir haben bis zu 19 Flächen am IER liegend, die künftig neu bespielt werden können, sei es als Grün- oder Baufläche. Es laufen bereits erste intensive Gespräche mit möglichen Nutzern", sagt Kamper.

Gespannt sind alle in einer Sache, und das ist die erwartete Entlastung der Straßenzüge in der Südstadt. Noch sei es zu früh etwas zu sagen, meint der IER-Projektsteuerer Dietmar Schmitt. Dementsprechend würden derzeitige Verkehrszählungen auch noch nichts bringen. Die neue Straßenführung muss sich laut Stadt in den Köpfen und den entsprechenden Updates der Navigationsgeräte niederschlagen. Helfen soll allerdings eine vorgesehene zentrale Beschilderung. Zudem soll bei den weiteren Bauprojekten rund um die Große Bruchstraße deren Attraktivität für Autofahrer gesenkt werden.

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Jetzt aber wird erst einmal die Fertigstellung des IER gefeiert. Die Besucher erwartet ein buntes Programm, das nach der obligatorischen Banddurchschneidung durch den Bürgermeister mit Oldtimern startet. Die 157 Teilnehmer der gleichzeitig laufenden Oldtimerrallye werden über das zuletzt fertiggestellte Teilstück des IER rollen. Wer immer schon einmal davon träumte, selber in einem Oldtimer mitzufahren, erhält dazu die Gelegenheit. Allerdings nicht bei der Rallye, sondern auf dem IER: Die Stadt Viersen bietet kostenfreie Ringtouren mit einem Reisebus aus dem Jahr 1955 an. Der rot-weiße Reisebus des Typs Auwärter Neoplan SH6 mit seinen 24 Sitzplätzen und dem nostalgischen Charakter fährt ab der Brüsseler Allee im Halbstundenstakt über den IER.

"Zwei Viersener Urgesteine fahren im Bus mit und werden die Tour unterhaltsam moderieren", macht Thönnessen neugierig. Des Weiteren lockt eine Rallye, die per Fahrrad oder zu Fuß bewältigt werden kann. Es gilt dabei keine Aufgaben zu lösen, sondern es wird gezählt. So muss die Zahl der für den Ring neu gepflanzten Bäume vom Willy-Brandt-Ring bis zum Antwerpener Platz herausgefunden werden. Allerdings gelten nur die Bäume in der ersten Reihe und auf den Mittelinseln.

Als erster Preis winkt bei der Ziehung gegen 13 Uhr ein Fahrrad. Der Gewinner muss dabei vor Ort sein, sonst wird unter den richtigen Teilnehmerkarten weiter gezogen. "Auf dem Park-and-Ride-Parkplatz entsteht eine kleine Kirmes mit Kinderkarussell, Mitmachaktionen der Feuerwehr, Musik, Stadtinformationen sowie Essen und Trinken", informiert Thönnessen. Dazu sind an der Bahnunterführung erneut Graffiti-Künstler in Aktion.

(tref)