Viersen: Der doppelte Dante

Viersen: Der doppelte Dante

Gemeinsam mit der Borussia Mönchengladbach versteigert die Rheinische Post eine Autogrammstunde mit dem Abwehrspieler Dante. Das Geld, das bei der Auktion geboten wird, ist für den hirngeschädigten Gian-Luca bestimmt.

Gian-Luca ist mit seinen zweieinhalb Jahren schon ein großer Borussia-Fan. Am liebsten trägt er den "Mini-Borussen-Pulli" und schaut mit seinem Vater, Marc Gebhardt, die Spiele der Gladbacher Elf im Fernsehen an. Am Tag seiner Geburt hat ihn sein Vater als Mitglied bei der Borussia angemeldet. Und der kleine schwarze Pudel, den die Familie im Dezember als Begleiter für Gian-Luca angeschafft hat, heißt so wie ein bekannter Spieler der Borussia: Dante. Mit dem Hund hat der Junge, dessen Stammhirn irreparabel geschädigt ist, Anfang des Jahres das Krabbeln gelernt.

Gemeinsam mit Borussia Mönchengladbach versteigern Rheinische Post und RP-Online exklusiv eine Autogrammstunde mit dem "echten" Dante, dem brasilianischen Abwehrspieler der Borussia. Unternehmen aus dem Kreis Viersen und Mönchengladbach können für die Autogrammstunde per E-Mail bieten. Die Gebote werden von der Redaktion geprüft und dann online gestellt. Das höchste Gebot bekommt den Zuschlag.

"Ich bin gerne bereit zu helfen und hoffe, dass mit der Auktion ein runder Betrag zusammenkommt", erklärt Dante, als er von der Behinderung des kleinen Gian-Luca Gebhardt aus Süchteln und seinem tierischen Namensvetter erfährt. Der Einsatz des Borussia-Spielers freut Marc Gebhardt sehr. "Dante ist unser Lieblingsspieler. Wir sind fasziniert von seiner Art zu spielen. Und er hat der Borussia in der vergangenen Saison das entscheidende Tor geliefert." In dieser Woche haben sich die Familie Gebhardt und Dante beim Training kennen gelernt.

Zur Autogrammstunde mit dem brasilianischen Fußballer kommen natürlich auch Hund Dante und die Familie Gebhardt. Die Familie würde sich riesig freuen, wenn mit der Auktion eine schöne Summe zusammen käme. Denn das Geld, das geboten wird, ist für eine Delfintherapie bestimmt – und die kostet viel Geld. Gian-Lucas Eltern hoffen, über den Kontakt mit den Tieren Fortschritte in der Entwicklung des Jungen erzielen zu können. Noch kann Gian-Luca nicht sprechen oder laufen. Die Ärzte diagnostizierten Ende des Jahres eine irreparable Hirnfehlbildung bei dem Jungen. Medizinisch können die Ärzte nichts für ihn tun. "Wir wollen jede Möglichkeit nutzen", sagt Mutter Sabine. Ihr hat der Krabbel-Erfolg mit dem Hund Mut gemacht. Einen Teil des Geldes für die Delfintherapie hat die Familie schon zusammen. Sie hat selbst gespart, mit Freunden gesammelt und Spenden bekommen. Der Kontostand beläuft sich derzeit auf rund 6000 Euro. Die Delfintherapie in den USA mit Flug und Unterbringung kostet etwa 15 000 Euro. Bei dem Verein "Dolphin Aid" haben die Gebhardts ein Spendenkonto eingerichtet. Der Erlös der Auktion soll ebenfalls auf dieses Konto überwiesen werden.

Bisherige Berichterstattung unter www.rp-online.de/viersen; Auktion unter www.rp-online/dante

(RP)