1. NRW
  2. Städte
  3. Viersen

Das lange Warten auf den neuen „BigBass“ in Brüggen

Jugendarbeit in Brüggen : Das lange Warten auf den neuen „BigBass“

Das rollende Jugendheim muss für mehr als 70.000 Euro umgebaut werden. Gelder des Kreises können erst 2020 fließen.

Sehnsüchtig wird der neue Doppeldecker-Bus „BigBass“ für die mobile Jugendarbeit in der Region erwartet. Nach dem Kauf vor einem Jahr zeigte sich jedoch schnell, dass der Doppeldecker erst mit Verzögerung zum Einsatz kommen würde.

An dem rollenden Jugendtreff BigBass wurden nunmehr alle notwendigen Reparaturen für den Einsatz im öffentlichen Verkehrsraum durchgeführt. Für diese umfangreichen Arbeiten wurde die Fachfirma Boeckels in Willich eingesetzt. Der Bus wurde nach diesen Arbeiten auch dem örtlichen TÜV vorgeführt und für verkehrstauglich eingestuft. Zur Vorbereitung auf den anstehenden Innenumbau hat die Firma diverse Maßnahmen durchführen müssen. Gerade im Bereich der Motorentechnik und Antriebselektronik mussten sehr kostspielige Leistungen in Angriff genommen werden. Die Ersatzteile für das Fahrzeug sind sehr teuer und teilweise auf dem Markt kaum noch erschwinglich. In Absprache mit dem Förderverein des BigBass wurden die finanziellen Mittel aber zur Verfügung gestellt. Durch diese Aktivitäten schrumpft das Spendenkonto des Fördervereins BigBass natürlich in großen Schritten. Ende September haben die Busumbau-Spezialisten der Firma OES in Willich offiziell den Auftrag bekommen, die für den geplanten Innenumbau notwendigen Abmessungen vorzunehmen.

Auf Basis eines nunmehr vorliegenden Angebotes wird der Innenumbau zwischen 70.000 und 75.000 Euro kosten. Nach den Herbstferien erfolgt vor Ort eine Zusammenkunft aller am Innenumbau Verantwortlichen, um die weiteren konkreten Schritte zu vereinbaren. „Entscheidend ist die Tatsache, dass der Träger – der KGV Brüggen-Niederkrüchten – in Zusammenarbeit mit dem Förderverein dem Innenumbau nur zugestimmt hat, weil der Kreis Viersen eine sehr deutliche Bereitschaft signalisiert hatte, sich an den Kosten zu beteiligen“, sagt Jürgen Zeh, Koordinator für den „BigBass“. Beim Treffen mit der Jugendpflege des Kreises Viersen habe er darauf hingewiesen, dass der Förderverein auf eine mindestens 50-prozentige Beteiligung des Kreises angewiesen ist. „Ansonsten ist eine Finanzierung der geplanten Maßnahmen nicht möglich“, betont Zeh. Selbst wenn der Kreis das Geld bereitstellt, wird er es erst im Jahr 2020 tun können. Dies bedeute, dass der Träger in Zusammenarbeit mit dem Bischöflichen Generalvikariat in Aachen in Vorlage treten müsse.