Das Kulturprogramm der Stadt Viersen für die Spielzeit 2019/ 2020 wurde im Kulturausschuss vorgestellt.

Kulturprogramm Viersen : Kultur querbeet: Von Aida bis Frank Sinatra

Von Beethoven bis Zirkusshow, von Frank Sinatra bis Elisabeth Leonskaja. Das städtische Kulturprogramm für die kommende Spielzeit 2019/2020 in Viersen wird wieder hochkarätig, schräg und unterhaltsam.

Das kommende Kulturprogramm der Stadt Viersen wartet mit großen Namen und schrägen Überraschungen auf. Wie immer. Eine bunte Mischung aus Hochkultur, klassischer Musik, schrägem Humor, witzigen Puppenspielen und guter Unterhaltung. Besonders ist die Spielzeit aus einem anderen Grund. Es ist das letzte Programm, das die Handschrift von Kulturamtsleiterin Brigitte Baggen trägt. Sie geht am 30. Juni in den Ruhestand. Im Kulturausschuss wurde sie diese Woche bereits verabschiedet.

Internationale Stars und experimentierfreudige Newcomer bietet die Sinfonie-Reihe: Die gefragte, britische Violonistin Nicola Benedetti macht im September in der Festhalle den Auftakt.

Einen Hauch von Broadway und viel Akrobaktik bringt „Filament – the Circus Club“ in die Festhalle. Foto: Milos Salek

Elisabeth Leonskaja, die Grand Dame am Klavier, gibt sich im Oktober in der Festhalle die Ehre. Sie wird in Begleitung der Warschauer Philharmonie das Klavierkonzert Nr. 2 von Frédéric Chopin spielen.

Die Mediabühne zeigt „Dr. Jekyll & Mr. Hyde“. Foto: Mediabühne
Die Grande Dame am Klavier, Elisabeth Leonskaja, spielt Frédéric Chopin in der Festhalle. Foto: Julia Wesely/IMG

Zu Weihnachten gibt es mit dem A-capella-Ensemble aus Bayern „Viva Voce goes symphonic“ eine musikalische Bescherung unter dem Motto „Wir schenken uns nix!“.

Experimentierfreudig und innovativ wird der Abschluss der Sinfonie-Reihe im März 2020: Die Bochumer Symphoniker spielen unter Leitung der jungen, ausdrucksstarken, finnischen Dirigentin Eva Ollikainen.

Das Delian Quartett bringt ein Programm für kleine Gäste mit. . Foto: Edith Held

In der Studio-Reihe hat sich die städtische Kulturabteilung wieder auf die Suche nach Produktionen jenseits des Mainstreams begeben. Die Hamburger Mediabühne zeigt im Oktober eine multimediale Umsetzung des Gruselklassikers „Dr. Jekyll & Mr. Hyde“. Ein Berliner Duo präsentiert im März 2020 die Nibelungensage einmal anders: als Kammerspiel mit Puppen unter dem Titel „Looking for Brunhild“.

Suzanne von Borsody liest im November aus Briefen, Gedichten und Tagebucheinträgen der mexikanischen Malerin Frida Kahlo. Musikalisch begleitet von dem Trio Azul lässt die Schauspielerin mit der rauen Stimme ein neues Porträt des „Mythos Kahlo“ entstehen.

Die Reihe „Kultur Mix“ will gleich zu Beginn der Spielzeit im Oktober atemberaubend hoch hinaus: „Filament – der Circus Club“ mit Künstlern aus Australien, Kanada und den USA wartet mit einer akrobatischen Show und athletischen Spitzenleistungen auf.

„The Life of Frank Sinatra“ steht im November auf dem Spielplan. Der ehemalige Wiener Sängerknabe Christoph Schobesberger verkörpert „The Voice“ auf der Bühne.

Das Musiktheater aus Detmold bringt im Februar 2020 Verdis berühmte Oper Aida auf die Festhallenbühne. Um bekannte Gershwin-Melodien geht es im Dezember in dem Musical „Ein Amerikaner in Paris“. Der musikalische Leiter Heiko Lippmann und der Choreograph Christopher Tölle haben kein Remake des Musikfilms, sondern eine ballettreiche Gershwin-Hommage daraus gemacht.

Ein Wiederhören gibt es für Viersener Klassikfans bei den Kammerkonzerten mit dem Delian Quartett. Die Streicher galten lange als Geheimtipp. Im Dezember musizieren sie mit der niederländischen Geigerin Liza Ferschtman und dem Pianisten Benjamin Moser. Auch im Kinderprogramm werden die vier Streicher mitmischen.