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Das ist das Jugendforum Viersen

Jugend in Viersen : Jugendforum will sich mehr einmischen

Mit Leonie Birkenmaier hat das Jugendforum Viersen eine neue Sprecherin. Die 15-jährige Viersenerin steht an der Spitze des derzeit 14-köpfigen Teams. Weitere Mitstreiter sind willkommen.

Die Begeisterung ist groß, als Leonie Birkenmaier den Karton auf dem Tisch im Viersener Kinder- und Jugendhaus „Homebase 42“ öffnet. „Die sehen wirklich gut aus“, kommentiert Konrad Hintz den Inhalt, der aus grauen Hoodies in den unterschiedlichen Größen besteht, die allesamt mit dem Logo und Aufdruck des Jugendforums Viersen versehen sind. „Das ist ein weiterer Schritt in unserer gemeinsamen Arbeit. Wenn wir jetzt Aktionen machen, zeigen wir Präsenz als Jugendforum. Jeder weiß dann gleich, wo die Aktion einzuordnen ist“, sagt Birkenmaier. Die 15-jährige Schülerin der Anne-Frank-Gesamtschule ist die neue Sprecherin des Jugendforums Viersen. Ihr liegt es genau wie allen anderen Mitgliedern am Herzen, das Jugendforum bekannter zu machen und weitere Mitstreiter zu gewinnen.

Das Jugendforum stellt das Sprachrohr der Viersener Jugend in Richtung Verwaltung und Politik dar. Ideen, Anregungen und Wünsche von jungen Menschen in der Kreisstadt können über das Jugendforum weitergetragen werden. Den Jugendlichen und jungen Erwachsenen steht dabei der städtische Jugendpfleger Eris Jürgensen vom Team Jugendarbeit zur Seite. „Mir ist es wichtig, mich zu engagieren. Meckern kann jeder. Ich möchte etwas verändern und das kann man nur, wenn man sich einbringt“, sagt Birkenmaier. Die Idee, sich im Jugendforum zu engagieren, entstand über das kommunalpolitische Praktikum, an dem die Gesamtschülerin teilgenommen hatte. Sich auf eine Partei festzulegen und sich dort einzubringen, lag ihr nicht. „Ich bin auf das Jugendforum gestoßen und wusste sofort, das ist mein Ding“, sagt die 15-Jährige, die vorab schon in Sachen Kirche und Jugendarbeit aktiv war.

Im Januar trat Birkenmaier dem Jugendforum bei, nach den Sommerferien wurde sie deren Sprecherin. In der Regel trifft sich das Jugendforum zwei Mal im Monat in der „Homebase 42“, dem Kinder- und Jugendhaus am Willy-Brandt-Ring. Der Austausch steht an erster Stelle. Wobei sich das Team freut, wenn neue interessierte Jugendliche dazu stoßen. Ob zuhören oder sich direkt einbringen, jeder ist willkommen und an nichts gebunden.

„Wir haben alle das gleiche Ziel, nämlich etwas für die Jugend in Viersen zu bewegen“, sagt Tarik Saribas, der Stellvertreter von Birkenmaier. Man brauche motivierte Jugendliche, um Projekte umzusetzen, fügt Mohamed Uallil an. Der 22-Jährige ist wie Nina Nisa Breuer seit zwei Jahren im Jugendforum aktiv. Beide finden es wichtig, sich einzubringen und die Interessen von jungen Menschen zu vertreten. „Ich finde es wichtig, dass Jugendliche jemanden haben, der ihnen zuhört und ihre Gedanken weiterträgt, damit Dinge angegangen werden können, die Jugendliche bewegen“, sagt auch Mary Shopitan.

Wie aktiv das Jugendforum ist, zeigte sich bereits beim „Dialog 14/24“ im vergangenen Jahr. Gemeinsam mit der Stadt hatte man Jugendliche und junge Erwachsene aufgefordert, sich mit Themen wie Freizeitgestaltung, Vereinsleben, Sicherheit, Klimaschutz und dem Part Beruf/Schule auseinander zu setzen. Die Ideen und Meinungen der jungen Menschen waren gefragt. Wobei die Ergebnisse des Dialogs ausgewertet und entsprechend als städtische Arbeitsaufträge weiterbearbeitet wurden.

In diesem Jahr bremste Corona den Vorwärtsdrang der Jugendforum-Mitglieder. In gemeinsamer Arbeit organisierte das Forum Anfang Oktober einen Poetry Slam. Trotz hervorragender Vorbereitung wurde das Angebot nicht so angenommen, wie es die Organisatoren erwartet hatten. Doch davon lässt sich niemand von dem engagierten Team entmutigen. Im kommenden Jahr will man gemeinsam durchstarten.