Dank Spendenbereitschaft der Bürger: Schwalmtaler Tafel beschenkt Bedürftige mit Weihnachtspäckchen

Aktion in Schwalmtal : Tafel verteilt Weihnachtspäckchen

Dank der weiterhin ungebrochenen Spendenbereitschaft der Bürger konnte die Schwalmtaler Tafel auch in diesem Jahr wieder bedürftigen Menschen aus der Region eine Freude mit liebevoll gepackten Weihnachtspäckchen machen.

Im Amerner Pfarrzentrum „Die Brücke“ wurden sie jetzt ausgegeben.

Es ist 14 Uhr, eine Menge Menschen stehen Schlange vor dem Eingang der Brücke. Immer nur zwei Familien werden gleichzeitig von Bernd Zenner und seinem Tafel-Team in den Saal gelassen, wo auf langen Tischen die offenen Päckchen mit haltbaren Lebensmitteln aufgebaut sind. Auch Schüler der Janusz-Korczak-Realschule haben sich – wie schon in den Vorjahren – mit Paketen an der Aktion beteiligt. Durch eine Spende aus dem Handel gibt es diesmal auch neue, noch verpackte Textilien, Haushaltsgegenstände, Gläser und Gefrierdosen. Bürger haben  Spielsachen gespendet, die an einer Seite des Saals aufgebaut wurden.

Namentlich, mit der Anzahl der zu versorgenden Personen, werden die Leute aufgelistet. Ein Bedürftigkeitsnachweis ist an diesem Tag nicht erforderlich. Hübsch verpackt sind die Kartons, ein Teddybär lugt aus einem, in einem anderen befindet sich ein Weihnachtskranz. Im nächsten Karton wurde ein kleines beleuchtetes Weihnachtsbäumchen hinzugefügt, jemand hat eine Weihnachtskarte mit lieben Grüßen angeklebt, ein anderes Päckchen ziert eine riesige bunte Schleife.

„Haben Sie Kinder?“, fragt Petra Spangenberg und berät eine Mutter, was sie auswählen kann. „Man muss dankbar sein, dass man hier die Möglichkeit hat, etwas zu bekommen“, sagt Hans (59). Es sei eine große Erleichterung und Hilfe für ihn. Birgit (32) sucht auch nach kleinen Präsenten für ihre drei Kinder. Sie und ihr Mann sind auf das Angebot der Tafel angewiesen. Uschi (64) steht noch mit Mann und Tochter in der Warteschlange. „Wir freuen uns. Es ist toll, dass es Menschen gibt, die für die Bedürftigen etwas spenden“, sagt sie. Durch Krankheiten ist die Familie in Hartz IV abgerutscht. Jürgen (58) hat so auch alles verloren, Haus und Firma sind weg. „Bloß nicht krank werden. Solange man jung ist, geht das. Aber auf einmal hat man die Arschkarte“, sagt er traurig.

Georg Gleissner geht im Saal der Brücke mit den Personen durch die Reihen, fragt nach den Vorlieben beim Essen und der Familiengröße. Manche verstehen nicht gut Deutsch und man erklärt mit Händen und Füßen. In aller Ruhe wird ausgesucht. Die Menschen freuen sich, mit einem großen Lebensmittelpaket und der einen oder anderen Kleinigkeit, einem Schlafanzug für die Jüngsten oder einem Spannbettlaken, wieder nach Hause gehen zu können. Möglich ist diese Aktion nur durch die Menschen, die dem Aufruf der Tafel gefolgt sind und tags zuvor ihr Paket dort abgegeben haben.