Dachtstuhlbrand in Viersen zerstört Neubau

44 Feuerwehrmänner im Einsatz : Brand in Viersener Neubau - Ermittler gehen von Brandstiftung aus

In einem Rohbau an der Eichenstraße in Viersen hat es in der Nacht zu Montag gebrannt. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Um kurz nach halb drei Uhr am Montagmorgen meldete sich ein Zeitungsbote bei der Viersener Feuerwehr: Auf seiner Tour hatte er an der Eichenstraße in Viersen dichten Qualm aus einem unbewohnten Neubau steigen sehen. Bis 3.40 Uhr war die Feuerwehr vor Ort im Einsatz, um den Brand im Dachstuhl zu löschen. Der Schaden belaufe sich auf 50.000 bis 70.000 Euro, schätzte Feuerwehr-Chef Frank Kersbaum am Montagvormittag. Personen seien nicht zu Schaden gekommen. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung.

Kersbaum war um 2.38 Uhr informiert worden. Sechs Minuten nach der Alarmierung seien die Einsatzkräfte vor Ort gewesen, sagte er – insgesamt rückten 44 Feuerwehrleute der Hauptwache, des Löschzugs Viersen und Rettungskräfte aus. Die Wehr setzte eine Drehleiter ein und löschte das Feuer mit Wasser. Es war im linken Teil der Doppelhaushälfte ausgebrochen, griff auf die rechte Seite über.

Kersbaum: „Wir gehen davon aus, dass der Dachstuhl komplett wieder abgerissen werden muss.“ Das Gebäude sei ein Rohbau, elektrische Leitungen seien noch nicht verlegt: „Wir gehen zurzeit erstmal nicht von einer Selbstentzündung aus. Eine offene Gasflasche, die wir im Dachbereich gefunden haben, haben wir der Polizei übergeben.“

Die Ermittler der Polizei vermuten, dass sich der Täter zwischen Mitternacht und etwa 2 Uhr morgens Zutritt zum Gebäude verschafft und das Feuer verursacht hat. Es könnten auch mehrere Täter gewesen sein, sagte Polizeisprecher Wolfgang Goertz. Noch sei unklar, wie sie ins Haus gelangten. Dazu, inwieweit die Gasflasche eine Rolle spielte, werde noch ermittelt.

(ham/naf)